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Wärmeverteilung und Lüftung

Heizkörper

Ob deine Heizkörper zur Wärmepumpe passen, entscheidet nicht ihre Bauform. Es entscheidet, wie viel Wärme der Raum verlangt, in dem sie hängen — und das ist eine Zahl, die sich rechnen lässt.

Zweimal derselbe Heizkörper an derselben Wand: links muss er heiß fahren, rechts nicht — geändert hat sich die Wand, nicht das Gerät.

Das Wichtigste zuerst

Über die Vorlauftemperatur entscheidet die Heizlast deiner Räume, nicht die Bauform deiner Heizkörper. Zwischen dem günstigsten und dem ungünstigsten Heizkörper liegen bei einem Vorlauf von 45 °C drei Prozentpunkte der Nennleistung — so wenig, dass die Bandbreite innerhalb einer Bauart größer ist als der Abstand zwischen zweien. Sinkt dagegen die Heizlast eines Raums auf die Hälfte, kommt derselbe Heizkörper mit rund fünfundzwanzig Grad weniger Vorlauf aus. Deshalb wird zuerst gerechnet, welche Temperatur deine Räume verlangen, und danach entschieden, welche Heizkörper überhaupt getauscht werden müssen.

Was die Bauform beim Absenken wirklich bringt

Im Handel stehen Heizkörper „für die Wärmepumpe“ als eigene Produktgruppe: Niedertemperatur, Konvektor, Gebläsekörper. Die Namen beschreiben eine Bauform. Was beim Absenken der Vorlauftemperatur Wie heiß das Wasser ist, das die Heizung zu den Heizflächen schickt. Sie ist die wichtigste Stellgröße einer Wärmepumpe: Jedes Grad weniger heißt weniger Strom für dieselbe Wärme. tatsächlich passiert, beschreibt eine andere Größe — der Heizkörperexponent.

Er ist keine gewählte Zahl, sondern folgt aus dem Verhältnis von Strahlung zu Konvektion einer Bauart und wird im Prüfverfahren nach DIN EN 442-2 aus der Kennlinie bestimmt1; die Werte je Bauart stehen im Tabellenwerk2. Je kleiner er ist, desto flacher fällt die Leistung ab, wenn die Temperatur sinkt. Der Regelfall im Altbau, der Gliederheizkörper, liegt bei 1,3. Der Konvektor liegt bei 1,35 — und ein größerer Exponent wirkt beim Absenken gegen ihn, nicht für ihn.

Bei 45 Grad Vorlauf trennen den besten und den schlechtesten Heizkörper 3 Prozentpunkte — der Konvektor liegt hinter dem alten Gliederheizkörper. Anteil der eigenen Nennleistung bei 45 Grad Vorlauf und 5 Kelvin Spreizung, fünf Bauarten mit ihrem Heizkörperexponenten: Fußboden-, Wandheizung mit n gleich 1,1 42 Prozent, Rohr-, Rippenrohr mit n gleich 1,25 37 Prozent, Plattenheizkörper mit n gleich 1,3 35 Prozent, Gliederheizkörper mit n gleich 1,3 35 Prozent, Konvektor mit n gleich 1,35 34 Prozent. Zwischen den vier Heizkörperbauarten liegen 3 Prozentpunkte. Anteil der eigenen Nennleistung bei 45 °C Vorlauf und 5 K Spreizung Bezug ist je Bauart die eigene Katalogleistung bei 75/65/20 °C — nicht Watt gegen Watt Fußboden-, Wandheizung n = 1,1 42 % Rohr-, Rippenrohr n = 1,25 37 % Plattenheizkörper n = 1,3 35 % Gliederheizkörper n = 1,3 35 % Konvektor n = 1,35 34 % Zwischen dem besten und dem schlechtesten Heizkörper liegen 3 Prozentpunkte. Der größere Exponent des Konvektors wirkt beim Absenken gegen ihn, nicht für ihn. Bei 45 Grad Vorlauf trennen den besten und den schlechtesten Heizkörper 3 Prozentpunkte — der Konvektor liegt hinter dem alten Gliederheizkörper. Anteil der eigenen Nennleistung bei 45 Grad Vorlauf und 5 Kelvin Spreizung, fünf Bauarten mit ihrem Heizkörperexponenten: Fußboden-, Wandheizung mit n gleich 1,1 42 Prozent, Rohr-, Rippenrohr mit n gleich 1,25 37 Prozent, Plattenheizkörper mit n gleich 1,3 35 Prozent, Gliederheizkörper mit n gleich 1,3 35 Prozent, Konvektor mit n gleich 1,35 34 Prozent. Zwischen den vier Heizkörperbauarten liegen 3 Prozentpunkte. Anteil der eigenen Nennleistung bei 45 °C Vorlauf, 5 K Spreizung Fußboden-, Wandheizung n = 1,1 42 % Rohr-, Rippenrohr n = 1,25 37 % Plattenheizkörper n = 1,3 35 % Gliederheizkörper n = 1,3 35 % Konvektor n = 1,35 34 % Zwischen bestem und schlechtestem Heizkörper: 3 Prozentpunkte.
Bei 45 Grad Vorlauf gibt ein Konvektor 34 Prozent seiner Nennleistung ab, ein Gliederheizkörper 35, eine Flächenheizung 42 — zwischen den vier Heizkörperbauarten liegen drei Prozentpunkte.2

Zwei Dinge sagt diese Rechnung nicht. Sie vergleicht Anteile der jeweiligen Normwärmeleistung die Katalogangabe eines Heizkörpers Die Leistung, die ein Heizkörper im genormten Prüfversuch bei 75 Grad Vorlauf, 65 Grad Rücklauf und 20 Grad Raumtemperatur abgibt. Sie gilt nur unter genau diesen Bedingungen — bei niedrigerem Vorlauf ist es weniger. , nicht Watt gegen Watt — ein großer Konvektor gibt trotz des ungünstigeren Exponenten mehr ab als ein kleiner Radiator. Und sie gilt für den Heizkörper ohne Hilfsenergie: Ein Gerät mit Ventilator folgt dieser Kennlinie nur bei stehendem Ventilator.

Und ein Drittes, das den Befund schärft. Der Exponent ist je Bauart keine feste Zahl; er ist eine Spanne. Beim Plattenheizkörper wird er mit 1,20 bis 1,30 angegeben, beim Konvektor mit 1,25 bis 1,45; er verschiebt sich zusätzlich mit Anschlussart, Durchsatz und Bauhöhe. Die Rechnung oben setzt beim Plattenheizkörper die ungünstige Grenze und beim Konvektor die Mitte an.

Damit überlappen sich die Spannen der Bauarten. Wer daraus liest, die Reihenfolge sei unsicher, liest richtig — und das ist die Aussage: Eine Größe, deren Spannen sich überlappen, kann eine Kaufentscheidung nicht tragen. Der Abstand zwischen den Bauarten ist so klein, dass er von der Ausführung überdeckt wird.

Für die Kaufentscheidung heißt das: Die Bauform ist eine Frage von Platz, Anschluss und Aussehen. Über die Temperatur, mit der deine Heizung auskommt, entscheidet sie kaum.

Woher der Exponent kommt — die zweite Heizkörpergleichung

Was eine Heizfläche leistet, hängt an ihrer Übertemperatur gegenüber der Raumluft, nicht an der Vorlauftemperatur allein. Weil das Wasser im Heizkörper nicht gleichmäßig abkühlt, wird sie logarithmisch gebildet: aus Vorlauf, Rücklauf und Raumtemperatur.

Das Verhältnis dieser Übertemperatur im Betrieb zu der bei der Prüfung, hoch dem Exponenten, ergibt den Anteil der Nennleistung. Bezugspunkt ist die Normprüfbedingung nach DIN EN 442: 75 °C Vorlauf, 65 °C Rücklauf, 20 °C Raumluft. Die logarithmische Übertemperatur beträgt dort 49,8 K.

Warum logarithmisch und nicht als einfacher Mittelwert: Bei den kleinen Spreizungen einer Wärmepumpenanlage liegen beide Mittel nahe beieinander, bei den großen der alten Auslegung nicht. Wer dort mit dem arithmetischen Mittel rechnet, rechnet den Bestand systematisch zu gut.

Was die Zahl im Katalog überhaupt bedeutet

Auf jedem Heizkörper steht eine Leistung in Watt. Sie gilt an genau einem Betriebspunkt: 75 °C Vorlauf, 65 °C Rücklauf, 20 °C Raumluft. Fährt deine Heizung kühler, gibt derselbe Körper weniger ab — und zwar deutlich weniger, als der lineare Eindruck vermuten lässt.

Katalog-Nennleistung (75/65 °C) 70 °C 87 % der Nennleistung 55 °C 51 % der Nennleistung 45 °C 30 % der Nennleistung 35 °C 11 % der Nennleistung Gerechnet über die logarithmische Übertemperatur, Heizkörperexponent 1.3, Spreizung 10 K, Raumtemperatur 20 °C. Katalog-Nennleistung (75/65 °C) = voller Rahmen 70 °C 87 % 55 °C 51 % 45 °C 30 % 35 °C 11 % Gerechnet über die logarithmische Übertemperatur, Heizkörperexponent 1.3, Spreizung 10 K, Raumtemperatur 20 °C.
Derselbe Heizkörper, vier Vorlauftemperaturen: Der Umriss ist die Katalogleistung, gefüllt ist, was er tatsächlich abgibt.1

Das ist die Rechnung, die hinter jeder Aussage über Heizkörper und Wärmepumpe steht — und sie ist an keiner Stelle eine Faustregel. Ein fester Umrechnungsfaktor auf die berechnete Heizleistung trägt nur an dem Betriebspunkt, für den er gebildet wurde. Auf 45 Grad angewandt, wo derselbe Körper noch etwa ein Drittel abgibt, liegt er weit daneben.

Damit ist auch die zweite verbreitete Regel erledigt, nach der man die berechnete Leistung pauschal um dreißig bis fünfzig Prozent überschreiten solle. Ein Zuschlag ersetzt die Angabe nicht, für welche Temperatur der Heizkörper arbeiten soll. Steht diese Temperatur fest, folgt die nötige Nennleistung aus der Kennlinie — ohne Reserve, die niemand begründen kann.

Warum alte Unterlagen und heutige Kataloge nicht vergleichbar sind

Vor Einführung der DIN EN 442 wurde nach 90 °C/70/20 ausgelegt. Die logarithmische Übertemperatur ist dort 59,4 K statt 49,8 K.

Daraus folgt eine Zahl, die beim Lesen alter Heizungsunterlagen fehlt: Ein Heizkörper, der damals genau die Heizlast eines Raums abgab, hat nach heutiger Norm eine Nennleistung, die um den Faktor 1,26 KLEINER ist als diese Heizlast. Wer die alte Auslegungsleistung für die Katalogleistung hält, überschätzt seinen Bestand.

Auf dieser Seite wird deshalb durchgehend mit der ungünstigen Annahme gerechnet: Der vorhandene Heizkörper wurde damals genau ausgelegt. Reserve, die tatsächlich fast immer eingebaut ist, verschiebt jedes Ergebnis nach unten — nie nach oben.

Die Rechnung rückwärts: was dein Haus an Vorlauf spart

Die übliche Frage lautet: Welchen Heizkörper brauche ich für 45 °C? Die nützlichere lautet umgekehrt: Welche Temperatur braucht der Heizkörper, der schon da hängt, wenn die Heizlast Wie viel Leistung in Kilowatt ein Gebäude am kältesten Tag braucht. Sie bestimmt, wie groß der Wärmeerzeuger sein muss, und sie sinkt, sobald die Hülle gedämmt ist. des Raums gesunken ist?

Diese Richtung trifft die größere Stellschraube. Ein gedämmtes Dach, eine gedämmte Kellerdecke, neue Fenster — jede dieser Maßnahmen senkt die Heizlast des Raums, und der Heizkörper bleibt derselbe. Was sinkt, ist die Temperatur, die er noch braucht.

Sinkt die Heizlast eines Raums auf 60 Prozent, kommt derselbe Heizkörper mit 63 statt 82 Grad Vorlauf aus. Nötige Vorlauftemperatur desselben nach 90/70/20 Grad ausgelegten Heizkörpers bei 5 Kelvin Spreizung, je Restheizlast des Raums: 100 Prozent 82 Grad, 80 Prozent 73 Grad, 70 Prozent 68 Grad, 60 Prozent 63 Grad, 50 Prozent 57 Grad, 40 Prozent 52 Grad, 30 Prozent 46 Grad. Zwischen der ungeminderten und der auf 30 Prozent gesunkenen Heizlast liegen 36 Kelvin. Nötige Vorlauftemperatur in °C über die Restheizlast des Raums, 5 K Spreizung Derselbe Heizkörper, ausgelegt nach 90/70/20 °C, Exponent n = 1,3 100 80 70 60 50 40 30 Restheizlast des Raums in Prozent 30507090 82 °C 63 °C 46 °C Die Bauart bewegt hier nichts. Bewegt wird die Heizlast — und mit ihr 36 Kelvin Vorlauf. Angenommen ist die genaue Auslegung von damals — vorhandene Reserve verschiebt die Kurve nach unten. Sinkt die Heizlast eines Raums auf 60 Prozent, kommt derselbe Heizkörper mit 63 statt 82 Grad Vorlauf aus. Nötige Vorlauftemperatur desselben nach 90/70/20 Grad ausgelegten Heizkörpers bei 5 Kelvin Spreizung, je Restheizlast des Raums: 100 Prozent 82 Grad, 80 Prozent 73 Grad, 70 Prozent 68 Grad, 60 Prozent 63 Grad, 50 Prozent 57 Grad, 40 Prozent 52 Grad, 30 Prozent 46 Grad. Zwischen der ungeminderten und der auf 30 Prozent gesunkenen Heizlast liegen 36 Kelvin. Nötige Vorlauftemperatur in °C je Restheizlast, 5 K Spreizung 100 % 82 °C 80 % 73 °C 70 % 68 °C 60 % 63 °C 50 % 57 °C 40 % 52 °C 30 % 46 °C Von voller auf 30 Prozent Heizlast: 36 Kelvin weniger Vorlauf, ohne Austausch.
Sinkt die Heizlast eines Raums auf 60 Prozent, kommt derselbe alte Heizkörper mit 63 statt 82 Grad Vorlauf aus; bei 30 Prozent sind es 46 Grad.2

Der Vergleich der beiden Zeichnungen ist die Aussage dieser Seite. Die Bauart bewegt drei Prozentpunkte. Die Heizlast bewegt sechsunddreißig Kelvin. Wer den Heizkörpertausch vor die Hülle stellt, arbeitet an der kleineren Größe zuerst.

Zwei Annahmen stecken in der Kurve, und beide stehen offen: Der Heizkörper wurde damals genau auf die Heizlast ausgelegt, und die Spreizung Der Unterschied zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur. Sie hängt daran, wie viel Wasser durch die Heizfläche läuft: viel Wasser, kleine Spreizung. Wärmepumpenanlagen werden mit kleiner Spreizung gefahren. ist gewählt, nicht gemessen. Die erste ist die ungünstige — vorhandene Reserve zieht die Kurve nach unten. Die zweite ist der Gegenstand des nächsten Abschnitts.

Was daraus für die Reihenfolge folgt, steht auf Wärmeverteilung und Lüftung im Zusammenhang der ganzen Anlage. Welche Hüllenmaßnahme in deinem Haus wie viel bewegt, entscheidet sich an deinem Haus und nicht an einer Rangliste.

Die zweite Größe, die eingestellt und nicht gekauft wird

Ein Betriebspunkt sind zwei Zahlen, nicht eine. Neben der Vorlauftemperatur steht die Spreizung: der Abstand zwischen Vorlauf und Rücklauf. Sie folgt aus dem Volumenstrom durch den Heizkörper — viel Wasser, kleine Spreizung.

Bei 45 Grad Vorlauf gibt derselbe Gliederheizkörper 30 Prozent seiner Nennleistung ab, bei kleiner Spreizung 35 — die Spreizung wird eingestellt, nicht gekauft. Anteil der Nennleistung eines Gliederheizkörpers mit dem Exponenten n gleich 1,3, je Vorlauftemperatur und Spreizung: bei 70 Grad 87 Prozent bei 10 Kelvin, 91 Prozent bei 7 Kelvin, 94 Prozent bei 5 Kelvin; bei 55 Grad 51 Prozent bei 10 Kelvin, 55 Prozent bei 7 Kelvin, 57 Prozent bei 5 Kelvin; bei 45 Grad 30 Prozent bei 10 Kelvin, 33 Prozent bei 7 Kelvin, 35 Prozent bei 5 Kelvin; bei 35 Grad 11 Prozent bei 10 Kelvin, 14 Prozent bei 7 Kelvin, 16 Prozent bei 5 Kelvin. Bei 70 Grad trennt die Spreizung 7 Prozentpunkte, bei 45 Grad 5. Anteil der Nennleistung eines Gliederheizkörpers (n = 1,3), je Vorlauf und Spreizung Je Gruppe von oben nach unten: 10 K · 7 K · 5 K Spreizung · Bezug 75/65/20 °C 70 °C 87 % bei 10 K 91 % bei 7 K 94 % bei 5 K 55 °C 51 % bei 10 K 55 % bei 7 K 57 % bei 5 K 45 °C 30 % bei 10 K 33 % bei 7 K 35 % bei 5 K 35 °C 11 % bei 10 K 14 % bei 7 K 16 % bei 5 K Bei 70 °C trennt die Spreizung 7 Prozentpunkte, bei 45 °C 5. Die Spreizung folgt aus dem Volumenstrom — und den verteilt der hydraulische Abgleich. Bei 45 Grad Vorlauf gibt derselbe Gliederheizkörper 30 Prozent seiner Nennleistung ab, bei kleiner Spreizung 35 — die Spreizung wird eingestellt, nicht gekauft. Anteil der Nennleistung eines Gliederheizkörpers mit dem Exponenten n gleich 1,3, je Vorlauftemperatur und Spreizung: bei 70 Grad 87 Prozent bei 10 Kelvin, 91 Prozent bei 7 Kelvin, 94 Prozent bei 5 Kelvin; bei 55 Grad 51 Prozent bei 10 Kelvin, 55 Prozent bei 7 Kelvin, 57 Prozent bei 5 Kelvin; bei 45 Grad 30 Prozent bei 10 Kelvin, 33 Prozent bei 7 Kelvin, 35 Prozent bei 5 Kelvin; bei 35 Grad 11 Prozent bei 10 Kelvin, 14 Prozent bei 7 Kelvin, 16 Prozent bei 5 Kelvin. Bei 70 Grad trennt die Spreizung 7 Prozentpunkte, bei 45 Grad 5. Anteil der Nennleistung, n = 1,3 je Gruppe 10 K · 7 K · 5 K Spreizung 70 °C 87 % 91 % 94 % 55 °C 51 % 55 % 57 % 45 °C 30 % 33 % 35 % 35 °C 11 % 14 % 16 % Bei 45 °C trennt die Spreizung 5 Prozentpunkte.
Derselbe Gliederheizkörper bei 45 Grad Vorlauf: 30 Prozent seiner Nennleistung bei 10 Kelvin Spreizung, 35 Prozent bei 5 — die Spreizung wird eingestellt, nicht gekauft.2

Bei 70 °C liegen die drei Balken einer Zeile dicht beieinander; bei 45 °C und 35 °C laufen sie auseinander. Im Arbeitsbereich einer Wärmepumpe ist die Spreizung deshalb keine Feinheit der Auslegung, sondern eine Größe, die über die Leistung mitentscheidet — und die einzige der beiden, die sich ohne Umbau ändern lässt.

Verteilt wird der Volumenstrom über den hydraulischer Abgleich Die Einstellung der Anlage, damit jeder Heizkörper genau die Wassermenge bekommt, die sein Raum braucht. Ohne ihn ist die Vorlauftemperatur immer so hoch wie der am schlechtesten versorgte Raum es verlangt. . Damit ist er kein nachgelagerter Einstellvorgang, sondern Teil derselben Rechnung: Ohne ihn bekommen die Räume nahe an der Pumpe zu viel und die entfernten zu wenig, und der ungünstigste Raum bestimmt am Ende die Temperatur für alle.

Was am Ventil und am Verteiler eingestellt wird, steht auf Wärmeverteilung und Lüftung.

Die Möglichkeiten im Überblick und wonach entschieden wird

Vier Wege führen dazu, dass ein Raum bei niedriger Vorlauftemperatur warm wird. Sie schließen einander nicht aus, und sie kosten sehr Verschiedenes:

  • Heizlast senken.
  • Dämmung, dichte Fenster, gedämmte Nische. Wirkt auf die Vorlauftemperatur des ganzen Strangs und damit auf jeden Raum daran. Der größte Hebel, der längste Weg.
  • Dieselbe Bauform, größer.
  • Höher, tiefer oder länger. Verschiebt die Kennlinie nach oben, ohne ihren Verlauf zu ändern. Meist ohne Eingriff in die Leitung, begrenzt durch Nische und Fensterbank.
  • Andere Bauform.
  • Bringt nach der Kennlinie wenig und kann in die falsche Richtung zeigen. Sinnvoll, wo sie zusätzliche Fläche auf demselben Platz unterbringt — nicht, weil sie anders heißt.
  • Flächenheizung.
  • Die größte Fläche und der flachste Verlauf, dafür der Eingriff in den Bodenaufbau. Für einzelne Räume auch als Wandheizung möglich. Was dabei zu prüfen ist, steht auf
  • Fußbodenheizung
  • .

Welcher Weg in deinem Haus trägt, hängt an der Zahl der Räume, an denen es klemmt — die Rangfolge dieser Liste sagt darüber nichts. Bei zwei kritischen Räumen ist der größere Heizkörper die richtige Antwort. Bei zehn ist es die Hülle.

Der Ventilatorheizkörper steht bewusst nicht in dieser Liste — er ist eine Sonderform der dritten Zeile mit eigenen Bedingungen, und die stehen weiter unten.

Größer statt anders — und was am Anschluss hängt

Muss ein Heizkörper getauscht werden, führt der erste Weg über die größere Bauhöhe, Bautiefe oder Baulänge derselben Bauform — und erst danach über eine andere. Die Nennleistung steigt mit der Fläche, der Exponent bleibt bei gleicher Bauart derselbe: Die ganze Kennlinie verschiebt sich nach oben, ihr Verlauf ändert sich nicht.

Ein Plattenheizkörper vom Typ 22 statt Typ 11 an derselben Wandbreite ist deshalb der unauffälligste und meist der wirksamste Schritt — er bringt zusätzliche Fläche, ohne den Anschluss anzufassen.

Was dabei mit zu entscheiden ist und im Angebot gern fehlt:

  • Die
  • Anschlussmaße
  • — Nabenabstand und Anschlussart. Passen sie, bleibt die Wand zu; passen sie nicht, kommt Stemmarbeit dazu, die den Preis stärker bewegt als der Heizkörper selbst.
  • Die
  • Nische
  • — steht der Körper in einer Vertiefung, begrenzt sie Bautiefe und Baulänge. Der nächstgrößere Typ passt dann oft nicht ohne Eingriff.
  • Die
  • Fensterbank
  • — sie gibt die Bauhöhe vor, und ein tieferer Körper kann an ihr anstoßen.
  • Das
  • Ventil
  • — beim Tausch wird es mitgetauscht und neu voreingestellt. Ein neuer Heizkörper an einem alten, nicht voreinstellbaren Ventil macht den Abgleich unmöglich.
  • Die
  • Entlüftung
  • — der neue Körper braucht eine erreichbare Entlüftungsstelle am oberen Ende.

Fast immer betrifft das nur wenige Räume. Die Heizlast ist raumweise verschieden, und der Bestand ist es auch: In einem Haus, in dem drei Räume tauschen müssen, sind die übrigen zehn schon in Ordnung. Genau deshalb steht die raumweise Rechnung vor dem Einkauf und nicht danach.

Was beim Heizkörper mit Ventilator mitgekauft wird

Erheblich mehr Leistung bei gleicher Größe und gleicher Temperatur — das leistet ein eingebauter Ventilator tatsächlich. Es ist die einzige Bauform, die die Kennlinie verlässt: Der Wärmeübergang hängt dann nicht mehr allein an der freien Konvektion.

Mitgekauft wird dabei dreierlei, und es steht selten daneben. Erstens Hilfsenergie: Der Ventilator braucht Strom, jede Betriebsstunde. Zweitens ein Geräusch, das in einem Schlafzimmer eine andere Rolle spielt als in einem Flur. Drittens ein bewegliches Bauteil in einem System, das sonst keines hat — fällt es aus, fällt der Heizkörper auf seine Kennlinie ohne Ventilator zurück, und die ist die eines Konvektors.

Damit ist er kein schlechtes Bauteil, sondern eines mit einem klaren Einsatzfall: der einzelne Raum, in dem die Fläche baulich nicht unterzubringen ist und in dem das Geräusch nicht stört. Für die Anlage insgesamt ist er die teurere Antwort auf eine Frage, die die Fläche billiger beantwortet.

Die Heizkörpernische gehört zur Heizkörperfrage

In vielen Altbauten sitzt der Heizkörper in einer Nische unter dem Fenster, und die Außenwand ist dort dünner als daneben. Das ist eine Wärmebrücke Eine Stelle, an der Wärme schneller nach außen kommt als in der Fläche daneben, etwa ein Balken, eine Ecke, ein Anschluss. Sie kostet Energie und ist die Stelle, an der Schimmel zuerst auftritt. an der ungünstigsten Stelle: unmittelbar hinter der Fläche, die den Raum heizt, und damit an der Stelle mit dem größten Temperaturunterschied nach außen.

Im Markt wird die Nische als Dämmthema geführt und mit Preisen je Quadratmeter verhandelt. Sie gehört aber in diese Rechnung: Sie senkt die Heizlast des Raums, und damit senkt sie die Vorlauftemperatur, die der Heizkörper an dieser Wand noch braucht. Der Aufwand ist klein, die Fläche ist klein, und der Raum ist meist ohnehin derjenige, an dem die Temperatur der ganzen Anlage hängt.

Weil dabei von innen gedämmt wird, gelten dieselben bauphysikalischen Regeln wie für jede Innendämmung: Der Aufbau wird nachgewiesen und nicht angenommen, die Anschlüsse an Laibung und Fensterbank werden mitgedämmt, und der Taupunkt Die Temperatur, bei der die Luft ihre Feuchtigkeit nicht mehr halten kann und Wasser ausfällt. Beim Dämmen wandert dieser Punkt in die Konstruktion hinein, deshalb muss man ihn rechnen und nicht hoffen. wandert. Eine dünne Reflexionsfolie hinter dem Körper ist die kleinste Variante — sie schadet nicht, ersetzt aber keinen gerechneten Aufbau. Was zu prüfen ist, steht auf Innendämmung.

Die höhere Vorlauftemperatur hat einen laufenden Preis

Es gibt einen zweiten Weg, wenn die vorhandenen Heizkörper die niedrige Temperatur nicht hergeben: Der Erzeuger liefert eine höhere. Hochtemperatur-Wärmepumpen können das, und für einzelne Gebäude sind sie die richtige Antwort.

Was dabei zu entscheiden ist, ist kein Ja oder Nein, sondern ein Tausch. Die Leistungszahl COP, coefficient of performance Wie viel Wärme eine Wärmepumpe in einem bestimmten Betriebspunkt je Einheit Strom abgibt. Eine Momentaufnahme unter festgelegten Bedingungen, kein Jahreswert. einer Wärmepumpe sinkt, je größer der Abstand zwischen Wärmequelle und Vorlauf wird. Eine höhere Vorlauftemperatur wird also mit Strom bezahlt, jeden Tag der Heizperiode — ein größerer Heizkörper wird einmal bezahlt.

Strom für dieselbe Wärmemenge · 55 °C Vorlauf = 100 % 68 % 35 °C 32 % weniger 84 % 45 °C 16 % weniger 100 % 55 °C heute üblich 115 % 65 °C 15 % mehr Gilt für jedes Gerät: Im Verhältnis zweier Vorlauftemperaturen kürzt sich der Wirkungsgrad heraus. Die Höhe der Rechnung sagt das nicht — nur ihre Richtung. Strom für dieselbe Wärme · 55 °C = 100 % 35 °C 68 % 45 °C 84 % 55 °C 100 % 65 °C 115 % Gilt für jedes Gerät — der Wirkungsgrad kürzt sich heraus. Die Zahlen sagen die Richtung, nicht die Höhe deiner Rechnung.
Für dieselbe Wärmemenge braucht eine Wärmepumpe bei 55 statt 45 Grad Vorlauf spürbar mehr Strom — jeden Tag der Heizperiode, und das gilt für jedes Gerät.

Welcher Weg trägt, ist damit eine Rechnung über die Nutzungsdauer der Anlage, und sie fällt je Haus anders aus: Sie hängt an der Zahl der Räume, an denen es hängt, an den Kosten des Eingriffs dort und an der Zahl der Heizstunden. Was sie nicht ist, ist eine allgemeine Empfehlung.

Was die Vorlauftemperatur für den Erzeuger bedeutet und welche Anforderungen an ihn gestellt werden, steht auf Wärmepumpe.

Was das Gesetz an der Heizfläche verlangt

Die Heizflächenprüfung ist nicht nur eine gute Idee, sie steht im Gesetz. § 60c3 verlangt beim hydraulischen Abgleich ausdrücklich „eine Prüfung und nötigenfalls eine Optimierung der Heizflächen im Hinblick auf eine möglichst niedrige Vorlauftemperatur“ — neben der raumweisen Heizlastberechnung und der Anpassung der Vorlauftemperaturregelung.

Die Pflicht greift bei Gebäude mit mindestens sechs Wohnungen oder sonstigen selbständigen Nutzungseinheiten, und zwar nach dem Einbau oder der Aufstellung einer Heizungsanlage zum Zweck der Inbetriebnahme. Für das freistehende Einfamilienhaus gilt sie nicht — die Rechnung dahinter gilt trotzdem, und die Förderung verlangt den Abgleich unabhängig von dieser Schwelle.

Dazu kommt eine zweite Frist, die im Markt selten genannt wird. § 60b4 verlangt für Gebäude mit mindestens sechs Wohnungen eine Heizungsprüfung und Heizungsoptimierung. Für Anlagen mit Wasser als Wärmeträger, die vor dem 1. Oktober 2009 eingebaut oder aufgestellt wurden, läuft sie bis zum Ablauf des 30. September 2027. Für später eingebaute Anlagen, die keine Wärmepumpe sind, gilt sie innerhalb eines Jahres nach Ablauf von fünfzehn Jahren nach Einbau oder Aufstellung.

Geprüft wird dabei ausdrücklich auch, welche Maßnahmen zur Absenkung der Vorlauftemperatur nach Inaugenscheinnahme möglich sind. Das ist dieselbe Frage wie oben auf dieser Seite, nur mit einer Frist dahinter.

Was bei einem Abgleich nach Verfahren B tatsächlich dokumentiert wird

Verfahren B unterscheidet sich von der einfachen Variante darin, dass die Heizlast raumweise berechnet und nicht geschätzt wird. Anzuwenden ist dabei DIN EN 12831-1 in Verbindung mit DIN/TS 12831-1.

Schriftlich festzuhalten sind: die Einstellungswerte, die Heizlast des Gebäudes, die eingestellte Leistung der Wärmeerzeuger, die raumweise Heizlastberechnung, die Auslegungstemperatur, die Einstellung der Regelung und der Druck im Ausdehnungsgefäß.

Diese Unterlage ist der Grund, warum ein Verfahren B Der hydraulische Abgleich auf Grundlage einer raumweisen Heizlastberechnung statt einer Schätzung. Nur dieses Verfahren wird von der Förderung anerkannt, und nur es liefert nebenbei die Zahlen für die Auslegung. -Abgleich mehr ist als eine Handbewegung am Ventil: Sie enthält genau die Zahlen, die drei Jahre später gebraucht werden, wenn der Erzeuger getauscht wird. Ohne sie beginnt die Rechnung wieder von vorn.

Was sich am Thermostat und beim Entlüften ändert

Länger und gleichmäßiger statt kurz und heiß — so läuft eine Heizung bei niedriger Vorlauftemperatur. Das ändert die Bedienung, und zwar gegen die Gewohnheit: Wer den voreinstellbares Ventil Ein Heizkörperventil, an dem sich die durchfließende Wassermenge fest begrenzen lässt. Ohne solche Ventile ist ein hydraulischer Abgleich rechnerisch möglich, aber nicht einstellbar. kopf zudreht und später wieder aufdreht, verlangt eine schnelle Aufheizung, die das System bei niedriger Temperatur nicht liefern kann. Der Raum bleibt dann länger kalt als vorher, und der Eindruck lautet „die Heizung ist zu schwach“.

Eingestellt wird deshalb über die Heizkurve Die Regel, nach der die Anlage die Vorlauftemperatur aus der Außentemperatur ableitet: je kälter draußen, desto heißer das Wasser. Wie steil sie liegt, entscheidet über den Verbrauch bei jedem Wetter. , und die Köpfe bleiben stehen. Sie regeln danach nur noch den Unterschied zwischen den Räumen, nicht mehr den Tagesverlauf.

Luft im Heizkörper zeigt sich weiterhin daran, dass der obere Bereich kalt bleibt, während der untere warm ist. Entlüftet wird vor dem Abgleich, nicht danach — sonst wird gegen eine Luftblase einreguliert und dieser Zustand festgeschrieben.

Ein handwarmer Heizkörper ist bei niedriger Vorlauftemperatur übrigens kein Fehler, sondern der Normalfall. Die Wärmemenge kommt aus der längeren Laufzeit und der größeren Fläche, nicht aus der Oberflächentemperatur.

Die Einrohrheizung liegt anders

In Bauten der sechziger bis achtziger Jahre findet sich häufig eine Einrohrheizung Eine Bauweise vor allem der 1970er Jahre: Alle Heizkörper eines Rings hängen an derselben Leitung, jeder nächste bekommt das schon abgekühlte Wasser. Sie lässt sich abgleichen, aber nach anderen Regeln als das übliche Zweirohrsystem. heizung: Alle Heizkörper eines Strangs hängen hintereinander an einer Leitung, und jeder gibt das Wasser wärmer oder kälter an den nächsten weiter. Der letzte Heizkörper im Strang bekommt deshalb ein anderes Wasser als der erste.

Für die Heizkörperfrage heißt das zweierlei. Erstens lässt sich die Rechnung dieser Seite nicht ohne Weiteres auf den einzelnen Körper anwenden — die Temperatur an seinem Eintritt hängt davon ab, was die Körper vor ihm entnommen haben. Zweitens wirkt ein größerer Heizkörper im Strang auch auf die Körper dahinter, weil er dem Wasser mehr Wärme entzieht.

Das macht die Anlage nicht aussichtslos, es macht sie zu einem Fall, der strangweise gerechnet wird statt raumweise. Möglich sind die Umstellung eines Strangs auf Zweirohr, der Einbau von Ventilen mit veränderter Aufteilung zwischen Kurzschlussstrecke und Heizkörper oder der gezielte Tausch am Strangende. Welcher Weg trägt, entscheidet die Aufnahme der vorhandenen Leitungsführung, nicht ein allgemeiner Rat.

Was den Preis bestimmt

Beim Heizkörpertausch entscheidet der Anschluss über den Preis, kaum der Heizkörper selbst. Der Körper selbst ist ein Katalogartikel mit einem Listenpreis; was ihn im Einbau teuer oder billig macht, steht vorher nicht fest.

Diese Posten bestimmen die Summe, und sie stehen erst nach der Aufnahme fest:

  • Ob die
  • Anschlussmaße
  • passen — oder ob Leitungen verzogen werden müssen.
  • Ob die Wand oder der
  • Estrich geöffnet
  • werden muss und in welchem Umfang.
  • Ob das
  • Ventil
  • voreinstellbar ersetzt wird und ob der Rücklauf ein Absperrventil bekommt.
  • Ob der
  • Strang entleert
  • werden muss und wie viele Wohnungen davon betroffen sind.
  • Wie viele Heizkörper
  • tatsächlich
  • fällig sind — das ist das Ergebnis der Rechnung, nicht ihre Voraussetzung.

Eine Preisspanne, die auf ein Gebäude passt, das nicht deines ist, führt in ein Angebot, das später nachgebessert wird — und die Nachbesserung kostet mehr als die Aufnahme davor. Was du bekommst, ist die raumweise Rechnung, daraus die Liste der Heizkörper, die getauscht werden müssen, und ein Leistungsverzeichnis, gegen das mehrere Betriebe vergleichbar anbieten können.

Der letzte Punkt ist der, der Geld bewegt: Zwei Angebote sind nur dann vergleichbar, wenn beide dieselbe Liste von Räumen und dieselbe Zieltemperatur zugrunde legen. Ohne diese Liste vergleicht man zwei verschiedene Bauvorhaben.

Was hier gefördert wird

Der Heizkörpertausch ist keine eigene Fördermaßnahme. Er zählt zur Heizungsoptimierung, und dort steht er im Wortlaut der Aufzählung: „Einbau von Flächenheizungen und von Niedertemperaturheizkörpern“5.

Die Bedingungen betreffen die Anlage, nicht den Heizkörper. Gefördert werden Bestandsgebäude mit höchstens fünf Wohneinheiten, bei Nichtwohngebäuden höchstens 1.000 Quadratmeter beheizte Fläche. Die Heizungsanlage muss älter als 2 Jahre sein und darf, wenn sie mit fossilen Brennstoffen betrieben wird, zugleich nicht älter als 20 Jahre sein5.

Diese zweite Grenze wird oft übersehen und kippt die Beratung: Ein sehr alter Ölkessel fällt aus der Heizungsoptimierung heraus, und dann steht statt der Optimierung der Tausch des Erzeugers an — mit eigenen Bedingungen und einem eigenen Antrag.

Das Alter der Heizungsanlage auf einer Achse. Unter 2 Jahren wird die Heizungsoptimierung nicht gefördert. Zwischen 2 und 20 Jahren wird sie gefördert, und dazu zählt der Einbau einer Flächenheizung. Über 20 Jahren endet die Förderung bei fossil betriebenen Anlagen; dort wird der Wärmeerzeuger getauscht statt optimiert. Für eine Wärmepumpe gilt die obere Grenze nicht. Das Alter der Heizungsanlage auf einer Achse. Unter 2 Jahren wird die Heizungsoptimierung nicht gefördert. Zwischen 2 und 20 Jahren wird sie gefördert, und dazu zählt der Einbau einer Flächenheizung. Über 20 Jahren endet die Förderung bei fossil betriebenen Anlagen; dort wird der Wärmeerzeuger getauscht statt optimiert. Für eine Wärmepumpe gilt die obere Grenze nicht. Alter der vorhandenen Heizungsanlage 0 2 20 Jahre zu neu gefördert — hier zählt der Einbau einer Flächenheizung dazu Über 20 Jahren endet die Förderung nur bei fossil betriebenen Anlagen. Läuft dort schon eine Wärmepumpe, bleibt das Fenster offen — deshalb ist der Abschnitt rechts nicht geschlossen. Nicht förderfähig bleibt in jedem Fall der Wärmeerzeuger selbst: Sein Einbau ist eine eigene Maßnahme und nicht Teil der Heizungsoptimierung. Das Alter der Heizungsanlage auf einer Achse. Unter 2 Jahren wird die Heizungsoptimierung nicht gefördert. Zwischen 2 und 20 Jahren wird sie gefördert, und dazu zählt der Einbau einer Flächenheizung. Über 20 Jahren endet die Förderung bei fossil betriebenen Anlagen; dort wird der Wärmeerzeuger getauscht statt optimiert. Für eine Wärmepumpe gilt die obere Grenze nicht. Das Alter der Heizungsanlage auf einer Achse. Unter 2 Jahren wird die Heizungsoptimierung nicht gefördert. Zwischen 2 und 20 Jahren wird sie gefördert, und dazu zählt der Einbau einer Flächenheizung. Über 20 Jahren endet die Förderung bei fossil betriebenen Anlagen; dort wird der Wärmeerzeuger getauscht statt optimiert. Für eine Wärmepumpe gilt die obere Grenze nicht. Alter der Heizungsanlage 0 2 20 J. unter 2 Jahren nicht gefördert — die Anlage ist zu neu 2 bis 20 Jahre gefördert, samt Einbau einer Flächenheizung über 20 Jahre bei fossilem Betrieb nicht mehr — hier wird getauscht
Das Altersfenster der Heizungsoptimierung hat zwei Ränder: zu neu ist so wenig förderfähig wie zu alt.5

Ausdrücklich nicht förderfähig innerhalb der Heizungsoptimierung ist der Einbau beziehungsweise Austausch von Wärmeerzeugern. Und für Gebäude mit wassergeführtem Heizungssystem setzt die Förderung ein hydraulisch abgeglichenes System voraus; ist es nicht abgeglichen, ist der Abgleich nach Verfahren B durchzuführen5.

Die geltenden Sätze, Höchstgrenzen und Fristen stehen mit ihrem Stand auf Fördermittel — dort und bewusst nicht hier, damit sie an einer Stelle nachgeführt werden und nicht an zwanzig.

Was vorher und was nachher kommt

Nicht Ordnungssinn steckt hinter dieser Reihenfolge, sondern die Rechnung selbst: Jede Größe, die später bestimmt wird, macht eine frühere Entscheidung ungültig.

  • Vorher:
  • die raumweise Heizlast. Ohne sie ist jede Aussage über einen Heizkörper eine Vermutung, und die Zieltemperatur steht nicht fest.
  • Vorher:
  • die Hüllenmaßnahmen, die ohnehin anstehen. Sie senken die Heizlast und damit die Zahl der Heizkörper, die getauscht werden müssen — nachher gedämmt heißt: zu große Heizkörper gekauft.
  • Dann:
  • die Heizflächenprüfung. Sie beantwortet, welche Körper bei der Zieltemperatur tragen und welche nicht.
  • Dann:
  • der Tausch, dort wo er nötig ist, mit neuen voreinstellbaren Ventilen.
  • Nachher:
  • der hydraulische Abgleich mit den Einstellwerten aus der Rechnung — und erst danach die Heizkurve.
  • Zuletzt:
  • die Entscheidung über den Erzeuger. Sie ist die einzige, die von allen vorigen abhängt, und die teuerste, wenn sie zuerst fällt.

Dass der Erzeuger am Ende steht, ist der Punkt, an dem diese Reihenfolge der üblichen widerspricht. Wer zuerst die Wärmepumpe bestellt, legt ihre Größe auf einen Zustand fest, den das Haus danach verlässt — und bezahlt die Differenz zweimal: einmal im Gerät und einmal im Betrieb.

Brauche ich für eine Wärmepumpe neue Heizkörper?

Nicht pauschal. Ob ein Heizkörper trägt, hängt an seiner Baugröße und an der Heizlast des Raums, in dem er hängt — beides ist raumweise verschieden. In der Regel sind es wenige Räume, an denen es hängt, und dort genügt oft ein größerer Körper derselben Bauform.

Ist ein Konvektor besser für die Wärmepumpe als ein alter Radiator?

Nach der Kennlinie nicht. Der Konvektor hat den größeren Heizkörperexponenten und fällt beim Absenken der Vorlauftemperatur steiler ab. Bei gleicher Nennleistung gibt er bei 45 Grad also etwas weniger ab als ein Gliederheizkörper. Der Unterschied ist klein — aber er zeigt in die andere Richtung, als der Name vermuten lässt.

Was ist ein „Wärmepumpenheizkörper“?

Eine Verkaufsbezeichnung, keine geprüfte Eigenschaft. Gemeint sind meist Heizkörper mit großer Fläche bei geringer Bauhöhe, teils mit Ventilator. Was sie leisten, steht in ihrer Nennleistung nach DIN EN 442 und in ihrem Exponenten — beides steht auch bei jedem anderen Heizkörper.

Wie stark fällt die Leistung, wenn die Vorlauftemperatur sinkt?

Bei einem Gliederheizkörper mit 10 K Spreizung: knapp neun Zehntel der Nennleistung bei 70 °C, etwa die Hälfte bei 55 °C, knapp ein Drittel bei 45 °C und rund ein Zehntel bei 35 °C. Bei kleinerer Spreizung liegen die Werte etwas höher.

Reicht es, den Heizkörper einfach größer zu kaufen?

Als Richtung ja, als Verfahren nein. Wie viel größer, folgt aus der Zieltemperatur und der Raumheizlast; ein pauschaler Zuschlag von dreißig oder fünfzig Prozent ist keine Rechnung. Und die Baugröße ist im Bestand begrenzt — durch Nische, Fensterbank und Anschlussmaße.

Muss ich die Rohre mittauschen?

Meist nicht. Bei niedriger Vorlauftemperatur steigt zwar der nötige Volumenstrom, aber vorhandene Zweirohrnetze im Wohnungsbau sind dafür in der Regel ausreichend dimensioniert. Geprüft wird das im Zuge des hydraulischen Abgleichs; ein Engpass zeigt sich dort und nicht am Heizkörper.

Lohnt sich das Dämmen der Heizkörpernische?

Fachlich ist es einer der kleinen Eingriffe mit gutem Verhältnis, weil die Wand dort dünn und der Temperaturunterschied groß ist. Er wirkt zusätzlich auf die Vorlauftemperatur, weil er die Heizlast genau in dem Raum senkt, der sie oft nach oben zieht. Gerechnet wird der Aufbau wie jede andere Innendämmung.

Ist der hydraulische Abgleich Pflicht?

Beim Einbau einer neuen Heizungsanlage in Gebäuden mit mindestens sechs Wohnungen verlangt ihn das Gesetz, zusammen mit der raumweisen Heizlastberechnung und der Prüfung der Heizflächen. Unabhängig davon setzt die Förderung bei wassergeführten Systemen ein abgeglichenes System voraus.

Was kostet ein Heizkörpertausch?

Das entscheidet der Anschluss, nicht der Heizkörper: ob die Maße passen, ob die Wand aufgeht, ob der Strang entleert werden muss und wie viele Körper tatsächlich fällig sind. Diese Posten stehen nach der Aufnahme fest, und erst dann ist ein Angebot vergleichbar.

Kann ich meine Heizkörper selbst tauschen?

Den Körper abhängen und einen maßgleichen neuen einsetzen ist handwerklich machbar, wenn Absperrventile vorhanden sind. Was nicht selbst geht, ist die Auslegung, die Voreinstellung der Ventile und der Abgleich mit seiner Dokumentation — und ohne die drei ist der neue Heizkörper eine Wette.

Muss ich meine alte Heizungsanlage prüfen lassen?

In Gebäuden mit mindestens sechs Wohnungen ja, sofern die Anlage Wasser als Wärmeträger hat. Wurde sie vor Oktober 2009 eingebaut, läuft die Frist bis Ende September 2027; bei später eingebauten Anlagen, die keine Wärmepumpe sind, ein Jahr nach dem fünfzehnten Betriebsjahr. Geprüft wird dabei unter anderem, wie sich die Vorlauftemperatur absenken lässt.

Förderung

Was hier gefördert wird.

Ob diese Maßnahme gefördert wird, hängt am Bauteil, am erreichten Wert und am Zeitpunkt des Antrags. Was davon auf dein Haus zutrifft, prüfen wir vor der Beauftragung.

Keine Fördersätze und keine Beträge auf dieser Seite. Förderkulissen ändern sich, und eine veraltete Zahl ist schlechter als keine. Was sich nicht ändert, ist die Reihenfolge: Antrag vor Auftrag. Wer zuerst beauftragt und dann beantragt, verliert den Zuschuss.

Fördermittelberatung

Weiter im Thema

Wo du weiterliest.

Übersicht Wärmeverteilung und Lüftung Dort steht, wonach du entscheidest — und was die Reihenfolge mit dem Rest des Hauses macht.

Andere Wege zum selben Ziel. Was für dein Haus in Frage kommt, hängt am Bestand — nicht daran, was sich allgemein am besten liest.

  • Lüftungskonzept

    Der Nachweis nach DIN 1946-6 Schritt für Schritt — und die vier Lüftungsstufen mit dem, was sie für ein bewohntes Haus bedeuten.

  • Fußbodenheizung

    Was die Fläche im Bestand möglich macht — Aufbauhöhe, Decke, Bodenbelag — und was sie trägt: die Heizlast des einzelnen Raums.

  • Wärmerückgewinnung

    Warum ein Rückgewinnungsgrad ohne die Ventilatorleistung daneben keine Aussage ist — und was die Förderung deshalb als Paar verlangt.

Wer diese Seite verantwortet

Robert Lammert

Geschäftsführer und Energieberater, zweiund50

  • Eintrag in der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes, dena
  • Wohngebäude: Energieberatung (EBW), Energieberatung DIN 18599, Effizienzhaus (BEG WG, mit Zusatzqualifikation Lebenszyklusanalyse), Einzelmaßnahmen (BEG EM)
  • Nichtwohngebäude: BEG NWG (mit Zusatzqualifikation Lebenszyklusanalyse), Einzelmaßnahmen (BEG EM)
  • Schornsteinfegermeister (Bachelor Professional)

Ob ein Heizkörper zur Wärmepumpe passt, entscheidet die Heizlast des Raums, nicht die Bauform des Geräts.

Zuletzt geprüft am 12. August 2026. Rechtsstand und Fördersätze ändern sich; jede Zahl auf dieser Seite trägt ihre Quelle und ihr Abrufdatum.

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