Lüftungskonzept
Wer Fenster tauscht oder das Dach dämmt, nimmt dem Haus die Fugen, durch die es bisher von selbst gelüftet hat. Das Lüftungskonzept rechnet, wie viel Außenluft danach gebraucht wird und woher sie kommt.
Das Wichtigste zuerst
Ein Lüftungskonzept ist eine Prüfung, und sie hat zwei Ergebnisse zu liefern: den Außenluftvolumenstrom, den deine Wohnung braucht, und den Weg, auf dem er ankommt. Nicht „ob eine Anlage nötig ist“ — das ist die Frage, die daraus folgt. Ausgelöst wird die Prüfung nicht erst ab einer Schwelle in der Norm, sondern bei jeder geförderten Maßnahme, die dein Haus dichter macht.
Wann es Pflicht ist — zwei Auslöser, und der zweite kennt keine Schwelle
Über die Pflicht wird meist so gesprochen, als hänge sie an einer einzigen Zahl: ein Drittel der Fenster, ein Drittel der Dachfläche. Diese Schwellen gibt es, sie stehen in der Fachliteratur zur Norm, und sie sind die eine Hälfte.
Die andere Hälfte steht in der Förderung, und dort spielt der Umfang keine Rolle. In der Nachweisliste zu jedem Eingriff an der Gebäudehülle steht der Satz, der die Prüfung auslöst: bei Sanierungsmaßnahmen, welche die Luftdichtheit des Gebäudes erhöhen, gehört ein Lüftungskonzept zu den Nachweisen1. Ob du drei Fenster tauschst oder alle, ändert daran nichts.
Von der anderen Seite sagt es die technische FAQ zur Förderung noch einmal, in Antwort 2.03 noch einmal von der anderen Seite: Bei geförderten Sanierungsmaßnahmen, die die Luftdichtheit eines Wohngebäudes erhöhen — genannt werden Fensteraustausch und Dachdämmung —, ist die Notwendigkeit lüftungstechnischer Maßnahmen zu prüfen2.
Woher die Drittel-Schwellen stammen
Kostenpflichtig ist die Norm selbst, und im Wortlaut war sie deshalb nicht prüfbar. Geprüft wurden Titel, Ausgabestand und Abschnittsgliederung3. Die drei Schwellen — Neubau immer, Fenstertausch über einem Drittel der vorhandenen Fenster, Dachsanierung über einem Drittel der neu abgedichteten Dachfläche — stehen deshalb auf den beiden Belegen, die tatsächlich gelesen wurden: dem Merkblatt des Bundesverbands für Wohnungslüftung4 und der Auswertung der Verbraucherzentrale5.
Für den Nachweis in der Förderung ist das ohne Folgen: Dort hängt die Pflicht am Wortlaut der Technischen Mindestanforderungen, nicht an diesen Schwellen.
Was in dem Papier stehen muss
Ein Blatt mit der Überschrift „Lüftungskonzept“ und dem Satz, Fensterlüftung genüge, ist keins. Verlangt sind zwei Inhalte, und beide sind Größen, keine Einschätzungen: der erforderliche Außenluftvolumenstrom und die Lösung zu seiner Umsetzung2.
Der Außenluftvolumenstrom folgt aus deiner Wohnung — aus ihrer Fläche, ihrer Belegung und dem, was die Hülle nach der Maßnahme noch von selbst durchlässt. Er wird gerechnet, nicht geschätzt.
Die Lösung ist der Weg, auf dem dieser Strom tatsächlich ankommt: über Öffnungen in der Hülle, über eine Anlage oder über beides zusammen.
Dazu kommt ein dritter Satz, den kaum jemand mitliest, und er verschiebt die Verantwortung: Die Veranlassung der Umsetzung lüftungstechnischer Maßnahmen verantwortet der Förderempfänger2 — also du, nicht der Betrieb, der das Papier geschrieben hat. Ein Konzept, das eine Maßnahme nennt, die nie umgesetzt wird, ist deshalb kein erledigter Nachweis, sondern ein offener Punkt in deinen Unterlagen.
Der beruhigende Satz steht in der Antwort daneben
Ein Satz wird überall zitiert: Ein Lüftungskonzept müsse nicht zwingend dazu führen, dass eine mechanische Lüftungsanlage vorgesehen wird, wenn die Anforderungen auch mit freier Lüftung erfüllt werden. Er steht wörtlich so in der technischen FAQ — in Antwort 2.042, und die gilt für Nichtwohngebäude.
Für Wohnhäuser gilt die Antwort davor, 2.03, und sie ist anders gebaut. Ihre Mindestanforderung lautet, anhand des Lüftungskonzeptes festzustellen, ob lüftungstechnische Maßnahmen zur Sicherstellung des Feuchteschutzes notwendig sind2.
Der Unterschied klingt nach Wortklauberei und ist keiner. Der erste Satz beschreibt ein mögliches Ergebnis, der zweite eine geschuldete Handlung. Aus dem ersten lässt sich lesen: Es kann sein, dass nichts gebaut werden muss. Aus dem zweiten: Die Feststellung ist fällig, wie sie auch ausgeht. Auf ein Wohnhaus angewandt, entlastet der erste von etwas, wovon er nicht entlasten kann.
Das Ergebnis darf trotzdem lauten, dass keine Anlage nötig ist. Nur ist es dann ein gerechnetes Ergebnis und keine Erleichterung, die man sich zitiert hat.
Die Stufe, die ohne dich laufen muss
Vier Lüftungsstufen kennt die Norm. An den Namen liegt wenig; es kommt darauf an, wie viel jede Stufe erbringen muss, ohne dass jemand ein Fenster öffnet.
Damit ist die häufigste Antwort auf ein Lüftungskonzept keine: „Dann lüften wir eben öfter.“ Der Feuchteschutz schützt die Bausubstanz, und er wird gebraucht, wenn niemand da ist — im Urlaub, im Krankenhaus, an einem langen Wochenende. Eine Stufe, die vom Verhalten abhängt, ist an genau diesen Tagen nicht vorhanden.
Wie die vier Stufen im Einzelnen benannt sind und was sie jeweils leisten, steht in der Übersicht auf Wärmeverteilung und Lüftung. Hier zählt nur die erste Zeile, denn an ihr entscheidet sich, ob dein Haus ohne gebaute Maßnahme durchkommt.
Was der Fenstertausch tatsächlich wegnimmt
Ein altes Fenster ist keine dichte Fläche. Zwischen Flügel und Rahmen, zwischen Rahmen und Mauerwerk sitzt eine Undichtheit, die niemand geplant hat und die trotzdem gearbeitet hat: Sie hat Luft durchgelassen, ständig, ohne Zutun, in geringer Menge und bei Wind in größerer. Genau das ist die Leistung, die die unterste Stufe verlangt.
Weg ist sie mit dem neuen Fenster. Das ist kein Mangel, sondern der Zweck — die Fuge war eine Wärmebrücke und eine Zugerscheinung. Nur wandert die Aufgabe damit von der Fuge auf etwas anderes, und dieses andere muss benannt werden. Das Gesetz sagt es an der Stelle, an der es die Dichtheit verlangt, mit einem eigenen Satz: Die Vorschriften über den zum Zweck der Gesundheit und Beheizung erforderlichen Mindestluftwechsel bleiben unberührt6.
Das ist der Grund, warum die Prüfung zum Fenstertausch gehört und nicht zu einem späteren Lüftungsprojekt. Was du beauftragst, ist eine dichte Hülle; was du dabei mitentscheidest, ist der Luftwechsel dahinter. Wie weit ein einzelnes Fenster dabei geht, hängt an seinem Aufbau und seinem Anschluss — nachzulesen bei Fenster instand setzen und Verglasung.
Dieselbe Rechnung gilt für das Dach. Eine neue Dampfbremse ist eine geschlossene Ebene über der ganzen Fläche; sie nimmt mehr weg als jedes einzelne Fenster. Deshalb nennt die Förderung Dachdämmung und Fensteraustausch in einem Atemzug.
Was aus der Prüfung folgen kann
Was das Konzept als Lösung benennt, ist nicht zwangsläufig ein Gerät. Es gibt eine Reihenfolge, und sie beginnt beim Bauteil.
Der verbleibende Luftwechsel genügt. Möglich vor allem dann, wenn nur ein Teil der Hülle angefasst wurde und der Rest alt bleibt. Das ist ein Ergebnis, kein Verzicht — es muss gerechnet und im Konzept festgehalten sein.
Öffnungen in der Hülle. Außenluftdurchlässe in Wand oder Rollladenkasten, Fensterfalzlüfter im neuen Fenster: Sie lassen dieselbe Luft durch, die die alte Fuge durchgelassen hat, nur an einer geplanten Stelle und in bekannter Menge. Sie brauchen keinen Strom und keine Wartungsverträge, und sie sind der kleinste Eingriff, der die unterste Stufe ohne die Bewohner trägt.
Eine Abluftanlage. Sie zieht in Bad und Küche ab, die Luft kommt über Öffnungen nach. Der Weg durch die Wohnung ist damit gerichtet.
Eine Anlage mit Wärmerückgewinnung. Sie führt Luft in beide Richtungen und holt die Wärme aus der Abluft zurück. Woran sich dort die Auswahl entscheidet, steht auf Wärmerückgewinnung.
Über die ersten drei Zeilen wird selten gesprochen, obwohl sie bei einem Fenstertausch die häufigeren Ergebnisse sind. Wer den Fensterfalzlüfter kennt, kennt die Frage, die sich beim Angebot für die neuen Fenster stellen lässt: Ist er drin, ist er nachrüstbar, oder ist die Rahmengeometrie so gewählt, dass er es nicht ist?
Kommt eine Anlage, steht die Messung davor
Führt das Konzept zu einer Anlage mit Wärmerückgewinnung, entsteht eine Reihenfolge, die auf dem Bau gern umgedreht wird. § 28 lässt die Anrechnung der zurückgewonnenen Wärme in der Berechnung nur unter drei Bedingungen zu — und die erste ist der Nachweis, dass das Gebäude dicht ist7.
Praktisch heißt das: Die Luftdichtheitsmessung ist keine Zugabe, die man sich nachher noch leisten kann. Sie ist die Bedingung dafür, dass die Anlage in der Rechnung überhaupt zählt — und ihr Termin liegt dort, wo eine Undichtheit noch erreichbar ist, also vor der Bekleidung, nicht nach dem Einzug.
Die Ausnahme für das kleine Zweifamilienhaus
Die zweite Bedingung — dass sich die Luftvolumenströme jeder Nutzeinheit vom Nutzer beeinflussen lassen — gilt nicht überall. Bei einem Wohngebäude mit höchstens zwei Wohnungen, von denen eine nicht mehr als fünfzig Quadratmeter Gebäudenutzfläche hat, ist sie nicht anzuwenden7.
Die erste und die dritte Bedingung bleiben. Die Ausnahme betrifft die Bedienbarkeit, nicht die Dichtheit — an der Messung ändert sie nichts.
Wann es fällig ist
An den Anfang gehört das Konzept aus zwei Gründen, und die beiden hängen nicht voneinander ab.
Der eine ist förderrechtlich: Es steht in der Nachweisliste der Maßnahme. Ein Nachweis, der zur Maßnahme gehört, wird nicht dadurch besser, dass er nach ihr entsteht.
Der andere ist baupraktisch. Führt das Konzept zu Öffnungen in der Hülle, entscheidet sich am Fensterprofil und am Rollladenkasten, ob sie später noch hineinpassen. Führt es zu einer Anlage, entscheidet sich am Grundriss, wo Leitungen laufen und welche Decke abgehängt wird. Beides ist nach dem Einbau eine zweite Baustelle.
Die Feststellung selbst kann bei Wohngebäuden über den OnlineCheck Wohnungslüftung der VdZ erfolgen2 — das ist die einfachste zulässige Form. Sie beantwortet die Frage, ob Maßnahmen nötig sind. Sie ersetzt nicht die Angabe, welcher Außenluftvolumenstrom gebraucht wird und wie er ankommt.
Was den Aufwand bestimmt
Angebote für ein Lüftungskonzept liegen weit auseinander, und der Grund steht selten daneben. Vergleichbar werden sie erst, wenn die Größen benannt sind, an denen der Aufwand hängt:
Zahl der Nutzungseinheiten. Gerechnet wird je Nutzungseinheit, nicht je Gebäude. Ein Zweifamilienhaus ist zwei Rechnungen.
Zahl und Zuschnitt der Räume. Der Weg der Luft durch die Wohnung ist Teil der Lösung — Zulufträume, Ablufträume und die Überströmung dazwischen.
Was von der Hülle angefasst wird. Ein Fenstertausch in einem sonst unveränderten Haus ist ein anderer Fall als eine Hülle, die rundum neu wird.
Ob eine Luftdichtheitsmessung vorliegt. Liegt sie vor, ist die Dichtheit eine gemessene Größe. Liegt sie nicht vor, wird mit Annahmen gerechnet, und die Annahme muss auf der sicheren Seite liegen.
Ob das Ergebnis eine Anlage vorsieht. Dann kommen Luftmengen je Raum, Leitungsführung und später die Einregulierung dazu — das ist Planung und nicht mehr nur Feststellung.
Wer zwei Angebote nebeneinanderlegt, sollte sie an dieser Liste prüfen, bevor er sie an ihrem Preis prüft. Ein Papier ohne gerechneten Außenluftvolumenstrom ist billiger, weil weniger darin steht.
Wer es erstellen darf
Weit gezogen ist der Kreis: Erstellen darf es, wer in der Planung, der Ausführung oder der Instandhaltung lüftungstechnischer Maßnahmen oder in der Planung und Modernisierung von Gebäuden tätig ist4. Ein besonderer Nachweis ist dafür nicht verlangt.
Daraus folgt eine Frage, die du stellen kannst, bevor du beauftragst: Wer das Konzept schreibt, darf dieselbe Anlage anbieten, die daraus folgt. Das ist zulässig und oft auch praktisch — es heißt nur, dass die Begründung des Ergebnisses mitgeliefert werden sollte und nicht bloß das Ergebnis.
Zwei Angaben machen ein Konzept prüfbar, unabhängig davon, wer es geschrieben hat:
der gerechnete Außenluftvolumenstrom, mit den Annahmen, aus denen er folgt
die Begründung, warum der genannte Weg ihn ohne Zutun der Bewohner trägt
Fehlt eine der beiden, ist das Papier eine Empfehlung. Für den Nachweis in der Förderung ist es dann zu wenig — und für die Bausubstanz auch.
Brauche ich ein Lüftungskonzept, wenn ich nur ein paar Fenster tausche?
Wenn du die Maßnahme fördern lässt: ja. Die Nachweiszeile der Förderung fragt nicht nach dem Umfang, sondern danach, ob die Maßnahme die Luftdichtheit erhöht — und neue Fenster tun das immer. Ohne Förderung greifen die Schwellen der Norm, die auf mehr als ein Drittel der vorhandenen Fenster abstellen.
Bedeutet ein Lüftungskonzept, dass ich eine Lüftungsanlage einbauen muss?
Nein. Das Konzept stellt fest, welcher Außenluftvolumenstrom gebraucht wird und wie er ankommt. Das kann eine Anlage sein, es können Außenluftdurchlässe oder Fensterfalzlüfter sein, und in manchen Fällen genügt, was die übrige Hülle noch durchlässt. Was nicht geht, ist die Feststellung zu überspringen.
Reicht es nicht, wenn wir einfach regelmäßig lüften?
Für die unterste Stufe nicht. Die Lüftung zum Feuchteschutz muss ständig und vollständig ohne Zutun der Bewohner laufen, weil die Bausubstanz auch dann geschützt sein muss, wenn zwei Wochen niemand da ist. Fensterlüften wird erst ab der dritten Stufe angerechnet.
Was ist ein Fensterfalzlüfter?
Eine Öffnung im Falz zwischen Flügel und Rahmen, die auch bei geschlossenem Fenster einen kleinen, begrenzten Luftstrom durchlässt. Sie ersetzt planmäßig, was die alte, undichte Fuge unplanmäßig getan hat, braucht keinen Strom und lässt sich in vielen Profilen ab Werk vorsehen. Ob sie ausreicht, entscheidet die Rechnung im Konzept.
Wann muss das Konzept vorliegen?
Vor der Maßnahme. Förderrechtlich gehört es zu deren Nachweisen; baupraktisch entscheidet es mit, welche Fenster bestellt werden und wo Leitungen laufen. Nach dem Einbau ist jede Folge daraus eine zweite Baustelle.
Wer darf ein Lüftungskonzept erstellen?
Wer in der Planung, der Ausführung oder der Instandhaltung lüftungstechnischer Maßnahmen oder in der Planung und Modernisierung von Gebäuden tätig ist. Ein gesonderter Nachweis wird dafür nicht verlangt. Prüfbar wird das Ergebnis über den gerechneten Außenluftvolumenstrom und die Begründung des gewählten Wegs.
Gilt das auch für ein Mehrfamilienhaus?
Ja, und der Aufwand steigt: Gerechnet wird je Nutzungseinheit. Bei einer Anlage kommt hinzu, dass sich die Luftvolumenströme jeder Nutzeinheit vom Nutzer beeinflussen lassen müssen, damit die Wärmerückgewinnung im Nachweis angerechnet werden darf.
Wird mein Haus durch die Dämmung nicht einfach zu dicht?
Dicht ist die Absicht — undicht heißt Wärmeverlust an unkontrollierten Stellen und Feuchte dort, wo warme Luft im Bauteil abkühlt. Die Frage ist nicht, ob dicht, sondern wo der Luftwechsel danach stattfindet. Genau diese Frage beantwortet das Konzept.
Was passiert, wenn ich das Konzept weglasse?
Förderrechtlich fehlt ein Nachweis, der zu deiner Maßnahme gehört. Bauphysikalisch fehlt die Feststellung, ob der Feuchteschutz nach der Maßnahme noch ohne dein Zutun getragen wird. Der zweite Punkt zeigt sich später als der erste, meist im zweiten Winter an den kältesten Ecken der Außenwände.
Brauche ich eine Luftdichtheitsmessung?
Für das Konzept selbst nicht zwingend; ohne sie wird mit Annahmen gerechnet, und die müssen auf der sicheren Seite liegen. Soll eine Anlage mit Wärmerückgewinnung im Nachweis angerechnet werden, ist der Nachweis der Dichtheit dagegen Bedingung — dann ist die Messung nicht optional.
Was hier gefördert wird.
Ob diese Maßnahme gefördert wird, hängt am Bauteil, am erreichten Wert und am Zeitpunkt des Antrags. Was davon auf dein Haus zutrifft, prüfen wir vor der Beauftragung.
Keine Fördersätze und keine Beträge auf dieser Seite. Förderkulissen ändern sich, und eine veraltete Zahl ist schlechter als keine. Was sich nicht ändert, ist die Reihenfolge: Antrag vor Auftrag. Wer zuerst beauftragt und dann beantragt, verliert den Zuschuss.
Das hängt mit anderem am Haus zusammen.
- Fenstersanierung
Der häufigste Auslöser — ein Fenstertausch ist die Maßnahme, die ein Haus am schnellsten dicht macht.
Wo du weiterliest.
Übersicht Wärmeverteilung und Lüftung Dort steht, wonach du entscheidest — und was die Reihenfolge mit dem Rest des Hauses macht.Andere Wege zum selben Ziel. Was für dein Haus in Frage kommt, hängt am Bestand — nicht daran, was sich allgemein am besten liest.
- Fußbodenheizung
Was die Fläche im Bestand möglich macht — Aufbauhöhe, Decke, Bodenbelag — und was sie trägt: die Heizlast des einzelnen Raums.
- Wärmerückgewinnung
Warum ein Rückgewinnungsgrad ohne die Ventilatorleistung daneben keine Aussage ist — und was die Förderung deshalb als Paar verlangt.
- Heizkörper
Welcher Heizkörper bei niedriger Vorlauftemperatur trägt — und warum ein Konvektor sich dabei schlechter verhält als der alte Radiator.
Wer diese Seite verantwortet
Robert Lammert
Geschäftsführer und Energieberater, zweiund50
- Eintrag in der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes, dena
- Wohngebäude: Energieberatung (EBW), Energieberatung DIN 18599, Effizienzhaus (BEG WG, mit Zusatzqualifikation Lebenszyklusanalyse), Einzelmaßnahmen (BEG EM)
- Nichtwohngebäude: BEG NWG (mit Zusatzqualifikation Lebenszyklusanalyse), Einzelmaßnahmen (BEG EM)
- Schornsteinfegermeister (Bachelor Professional)
Ein Lüftungskonzept ist eine Rechnung mit zwei Ergebnissen: dem Außenluftvolumenstrom und dem Weg, auf dem er ankommt.
Zuletzt geprüft am 13. August 2026. Rechtsstand und Fördersätze ändern sich; jede Zahl auf dieser Seite trägt ihre Quelle und ihr Abrufdatum.
Quellen
- Förderrichtlinie BEG EM vom 17. Juli 2026, Anlage: Technische MindestanforderungenAbgerufen 31.07.2026
- Bundesförderung für effiziente Gebäude – Liste der technischen FAQ, Einzelmaßnahmen, Version 7.0, in Kraft seit 01.06.2026Abgerufen 31.07.2026
- DIN 1946-6:2019-12, Raumlufttechnik – Teil 6: Lüftung von WohnungenLüftungskonzept, Abschnitte 4 und 5; vier LüftungsstufenAbgerufen 31.07.2026
- Bundesverband für Wohnungslüftung e. V., Merkblatt „Lüften nach Konzept – DIN 1946-6: Lüftung von Wohnungen"Abgerufen 31.07.2026
- Verbraucherzentrale NRW / Umweltamt Düsseldorf, Rolf Schmidt: DIN 1946-6 – Lüften nach Konzept. Konsequenzen und Randbedingungen für Planung und Ausführung im WohnungsbauAbgerufen 31.07.2026
- Gebäudemodernisierungsgesetz § 13, Dichtheit (bis Juli 2026: Gebäudeenergiegesetz)Abgerufen 31.07.2026
- Gebäudemodernisierungsgesetz § 28, Anrechnung mechanisch betriebener Lüftungsanlagen (bis Juli 2026: Gebäudeenergiegesetz)Abgerufen 13.08.2026
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Ein kurzer Blick auf Baujahr, Fläche und Heizung, dann weißt du, woran du bist.
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