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Wärmeverteilung und Lüftung

Fußbodenheizung

Die große Fläche ist nicht die Folge des Vorteils, sondern der Vorteil selbst. Was sie im Bestand möglich macht, steht im Boden — und was sie trägt, in der Heizlast der einzelnen Räume.

Statt an einer Stelle gibt die Heizung ihre Wärme über den ganzen Boden ab — und der Platz dafür steht im Bestand nicht zur Wahl.

Das Wichtigste zuerst

Was eine Flächenheizung trägt, ist nicht ihre Bauart, sondern ihre Größe. Dass sie beim Absenken der Vorlauftemperatur flacher abfällt als ein Heizkörper, stimmt und lässt sich rechnen — es ist der kleinere Teil des Unterschieds. Der größere ist die Fläche selbst, und die steht im Bestand nicht zur Wahl: Sie hängt an der Aufbauhöhe, die dein Boden hergibt, und an der Heizlast des einzelnen Raums. Beides wird aufgenommen, bevor ein System ausgesucht wird.

Warum die Fläche das Absenken besser verträgt

Jede Heizfläche gibt weniger ab, wenn das Wasser kühler ankommt. Wie viel weniger, hängt von ihrer Bauart ab — über eine Größe, die im Prüfverfahren nach DIN EN 442-2 aus der Kennlinie bestimmt wird: den Bauartexponenten.1 Für eine Flächenheizung Heizen über Fußboden, Wand oder Decke statt über einen Heizkörper. Weil die Fläche viel größer ist, genügen ihr niedrige Temperaturen — und nur sie kann im Sommer auch kühlen. liegt er bei 1,1 — größter Strahlungsanteil. Ein Gliederheizkörper, der Regelfall im Altbau, liegt bei 1,3.2 Weil die Leistung mit der Übertemperatur hoch diesem Exponenten wächst, fällt sie bei der Fläche flacher ab.

Anteil der jeweiligen Nennleistung bei 5 Kelvin Spreizung, Flächenheizung gegen Gliederheizkörper: bei 70 Grad 95 gegen 94 Prozent, bei 55 Grad 62 gegen 57 Prozent, bei 45 Grad 42 gegen 35 Prozent, bei 35 Grad 22 gegen 16 Prozent. Anteil der jeweiligen Nennleistung bei 5 Kelvin Spreizung, Flächenheizung gegen Gliederheizkörper: bei 70 Grad 95 gegen 94 Prozent, bei 55 Grad 62 gegen 57 Prozent, bei 45 Grad 42 gegen 35 Prozent, bei 35 Grad 22 gegen 16 Prozent. Nennleistung der jeweiligen Bauart (75/65 °C) 95 % 94 % 70 °C 62 % 57 % 55 °C 42 % 35 % 45 °C 22 % 16 % 35 °C Flächenheizung, n = 1,1 Gliederheizkörper, n = 1,3 Gerechnet über die logarithmische Übertemperatur, Spreizung 5 K, Raumtemperatur 20 °C.Verglichen werden zwei Kennlinien, nicht zwei Heizflächen. Anteil der jeweiligen Nennleistung bei 5 Kelvin Spreizung, Flächenheizung gegen Gliederheizkörper: bei 70 Grad 95 gegen 94 Prozent, bei 55 Grad 62 gegen 57 Prozent, bei 45 Grad 42 gegen 35 Prozent, bei 35 Grad 22 gegen 16 Prozent. Anteil der jeweiligen Nennleistung bei 5 Kelvin Spreizung, Flächenheizung gegen Gliederheizkörper: bei 70 Grad 95 gegen 94 Prozent, bei 55 Grad 62 gegen 57 Prozent, bei 45 Grad 42 gegen 35 Prozent, bei 35 Grad 22 gegen 16 Prozent. Anteil der eigenen Nennleistung Fläche n = 1,1 Radiator n = 1,3 70 °C 95 % 94 % 55 °C 62 % 57 % 45 °C 42 % 35 % 35 °C 22 % 16 % Spreizung 5 K, Raumtemperatur 20 °C. Voller Rahmen = Nennleistung der jeweiligen Bauart bei 75/65 °C.
Bei 45 Grad Vorlauf gibt eine Flächenheizung 42 Prozent ihrer Nennleistung ab, ein Gliederheizkörper 35 — der Vorteil der Bauart ist echt und klein.2

Zwei Dinge sagt diese Rechnung nicht. Sie vergleicht Anteile der jeweiligen Normwärmeleistung die Katalogangabe eines Heizkörpers Die Leistung, die ein Heizkörper im genormten Prüfversuch bei 75 Grad Vorlauf, 65 Grad Rücklauf und 20 Grad Raumtemperatur abgibt. Sie gilt nur unter genau diesen Bedingungen — bei niedrigerem Vorlauf ist es weniger. , nicht Watt gegen Watt — eine zu klein gewählte Fläche bleibt zu klein, wie flach ihre Kennlinie auch ist. Und die Spreizung Der Unterschied zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur. Sie hängt daran, wie viel Wasser durch die Heizfläche läuft: viel Wasser, kleine Spreizung. Wärmepumpenanlagen werden mit kleiner Spreizung gefahren. ist gewählt, nicht gemessen; was sie bewirkt, steht weiter unten.

Der Abstand ist also da, und er ist ein Sechstel. Das entscheidet keine Anlage. Was die Flächenheizung tatsächlich in den Bereich bringt, in dem eine Wärmepumpe günstig arbeitet, ist ihre Ausdehnung: Sie gibt dieselbe Wärme über den ganzen Boden ab statt über zwei Quadratmeter Blech. Deshalb dreht sich der Rest dieser Seite um die Fläche, die dein Haus hergibt — und nicht um die Bauart.

Ob dein Haus die niedrige Temperatur hergibt

Die Rechnung oben beschreibt die Heizfläche. Sie sagt nichts darüber, wie viel Wärme der Raum verlangt — und daran hängt die Entscheidung. Eine Flächenheizung mit niedriger Vorlauftemperatur Wie heiß das Wasser ist, das die Heizung zu den Heizflächen schickt. Sie ist die wichtigste Stellgröße einer Wärmepumpe: Jedes Grad weniger heißt weniger Strom für dieselbe Wärme. trägt einen Raum nur, wenn dessen Heizlast Wie viel Leistung in Kilowatt ein Gebäude am kältesten Tag braucht. Sie bestimmt, wie groß der Wärmeerzeuger sein muss, und sie sinkt, sobald die Hülle gedämmt ist. so weit gesunken ist, dass die verfügbare Bodenfläche sie abdeckt.

Deshalb steht die raumweise Heizlastberechnung vor der Systementscheidung, nicht danach. Das Ordnungsrecht sieht das genauso: Für Gebäude mit mindestens sechs Wohnungen oder sonstigen selbständigen Nutzungseinheiten verlangt § 60c GModG nach dem Einbau einer Heizungsanlage ausdrücklich eine raumweise Heizlastberechnung und eine Prüfung der Heizflächen im Hinblick auf eine möglichst niedrige Vorlauftemperatur.3 Unterhalb dieser Schwelle ist es keine Pflicht, aber dieselbe Rechnung — und wie sie am vorhandenen Heizkörper aussieht, steht auf Wärmeverteilung und Lüftung.

Praktisch heißt das: Räume mit großen Fensterflächen, Bäder und Räume über unbeheizten Kellern werden einzeln betrachtet. Ein Haus, das im Mittel passt, kann in zwei Räumen nicht passen — und diese zwei entscheiden. Sie entscheiden auch, ob es überhaupt der ganze Boden sein muss: Oft hängt es an wenigen Räumen, und dort tut eine größere Heizfläche an der Wand dasselbe.

Was der vorhandene Bodenaufbau vorgibt

Im Neubau ist der Bodenaufbau eine Wahl. Im Bestand ist er eine Vorgabe, und er entscheidet, welche Bauart überhaupt in Frage kommt. Aufgenommen wird deshalb zuerst, was da ist:

  • Die verfügbare Höhe. Türen, Treppenantritt und Übergänge zu angrenzenden Räumen geben vor, wie viel aufgebaut werden darf. Ein System, das die Höhe sprengt, ist raus — unabhängig von seinen sonstigen Eigenschaften.
  • Die Tragfähigkeit der Decke. Eine Holzbalkendecke trägt anderes als eine Massivdecke, und beide begrenzen das Flächengewicht unterschiedlich. Ein nasser Aufbau bringt Estrich mit, ein trockener nicht — das ist der Punkt, an dem die Bauart der Decke die Bauart der Heizung bestimmt.
  • Die Dämmung nach unten. Eine Heizfläche über einem unbeheizten Keller ohne Dämmschicht heizt anteilig nach unten. Was dort fehlt, muss die Auslegung oben ausgleichen — mit höherer Temperatur, also gegen genau das, wofür der Boden aufgemacht wurde.
  • Der Bodenbelag. Er liegt zwischen Heizfläche und Raum und wirkt wie eine zusätzliche Schicht. Er wird vor der Auslegung festgelegt, nicht danach — sonst rechnet die Auslegung gegen einen anderen Boden als den, der später liegt.

Erst aus diesen vier Punkten fällt die Bauart. Die Reihenfolge ist nicht umkehrbar: Wer mit dem System anfängt, sucht danach ein Haus, das dazu passt.

Welches System in welche Höhe passt

Die Bauarten unterscheiden sich in drei Dingen, und alle drei folgen aus dem Abschnitt davor: wie hoch sie auftragen, wie schwer sie sind und wie träge sie reagieren.

  • Nassaufbau. Das Rohr liegt im Estrich, der Estrich ist die Speichermasse. Der bewährte Weg, wenn der alte Boden ohnehin herauskommt — und der schwerste. Er verlangt Höhe und eine Decke, die das Gewicht trägt.
  • Trockenaufbau und Dünnschicht. Das Rohr liegt in einer Platte oder in einer dünnen Ausgleichsschicht. Baut niedriger auf, wiegt weniger, reagiert schneller. Das ist der Weg über der Holzbalkendecke und dort, wo die Türen nicht gekürzt werden können.
  • Einfräsen. Kanäle werden in den vorhandenen Estrich gefräst, das Rohr kommt hinein. Der Aufbau bleibt, wie er ist. Setzt einen Estrich voraus, der tragfähig und dick genug ist — das ist eine Frage an das konkrete Haus, keine an das Verfahren.
  • Elektrisch. Kein Wasserkreis, keine Anbindung an den Erzeuger. Für einen einzelnen Raum ohne Anschluss eine Möglichkeit, für die Wärmeversorgung eines Hauses keine: Sie erzeugt die Wärme aus Strom, statt die Wärme des Erzeugers zu verteilen — und hebt damit genau den Vorteil auf, für den die niedrige Vorlauftemperatur da ist.

Aufbauhöhe und Flächengewicht stehen im Datenblatt des einzelnen Systems und unterscheiden sich innerhalb derselben Bauart erheblich. Deshalb wird zuerst gemessen, wie viel Höhe dein Boden hergibt und was deine Decke trägt — und danach das System gesucht, das in beides hineinpasst. Bei zwei Zentimetern, die über das Kürzen jeder Tür im Erdgeschoss entscheiden, ist diese Reihenfolge der ganze Unterschied.

Was bei einer Holzbalkendecke vorher geprüft wird

Bei einer Holzbalkendecke kommen zwei Prüfungen dazu, die mit der Heizung nichts zu tun haben und trotzdem vor ihr stehen: die Tragfähigkeit im heutigen Zustand und der Zustand des Holzes. Beides beurteilt, wer die Decke öffnet, nicht wer die Heizung plant. Wird die Decke ohnehin geöffnet, ist das der Zeitpunkt, an dem auch die Dämmung nach unten und die Trittschalldämmung mit erledigt werden — später kostet jede davon denselben Boden noch einmal.

Rohr, Verteiler und Verlegeabstand: raumweise

Eine Flächenheizung ist kein Bauteil, sondern ein Netz aus einzelnen Kreisen. Jeder Kreis versorgt eine Fläche, hat eine Länge und braucht einen bestimmten Volumenstrom. Der Verlegeabstand innerhalb eines Raums folgt aus dessen Heizlast — enger dort, wo mehr gebraucht wird, etwa an der Fensterseite.

Der Volumenstrom ist dabei mehr als eine Einstellung: Er bestimmt die Spreizung zwischen Vor- und Rücklauf, und die verschiebt die Leistung der Fläche. Bei hoher Vorlauftemperatur fällt das kaum ins Gewicht. Im Arbeitsbereich einer Wärmepumpe schon:

Flächenheizung, Anteil der Nennleistung bei 10, 7, 5 Kelvin Spreizung: bei 70 Grad 89, 92, 95 Prozent; bei 55 Grad 57, 60, 62 Prozent; bei 45 Grad 36, 39, 42 Prozent; bei 35 Grad 15, 19, 22 Prozent. Je tiefer der Vorlauf, desto weiter laufen die drei Werte auseinander. Flächenheizung, Anteil der Nennleistung bei 10, 7, 5 Kelvin Spreizung: bei 70 Grad 89, 92, 95 Prozent; bei 55 Grad 57, 60, 62 Prozent; bei 45 Grad 36, 39, 42 Prozent; bei 35 Grad 15, 19, 22 Prozent. Je tiefer der Vorlauf, desto weiter laufen die drei Werte auseinander. Flächenheizung (n = 1,1), Anteil ihrer Nennleistung Spreizung 10 K Spreizung 7 K Spreizung 5 K 70 °C 89 % 92 % 95 % 55 °C 57 % 60 % 62 % 45 °C 36 % 39 % 42 % 35 °C 15 % 19 % 22 % Gerechnet über die logarithmische Übertemperatur, Raumtemperatur 20 °C. Voller Rahmen =Nennleistung bei 75/65 °C. Die Spreizung folgt aus dem Volumenstrom durch den Kreis — siewird eingestellt, nicht gekauft. Flächenheizung, Anteil der Nennleistung bei 10, 7, 5 Kelvin Spreizung: bei 70 Grad 89, 92, 95 Prozent; bei 55 Grad 57, 60, 62 Prozent; bei 45 Grad 36, 39, 42 Prozent; bei 35 Grad 15, 19, 22 Prozent. Je tiefer der Vorlauf, desto weiter laufen die drei Werte auseinander. Flächenheizung, Anteil der Nennleistung bei 10, 7, 5 Kelvin Spreizung: bei 70 Grad 89, 92, 95 Prozent; bei 55 Grad 57, 60, 62 Prozent; bei 45 Grad 36, 39, 42 Prozent; bei 35 Grad 15, 19, 22 Prozent. Je tiefer der Vorlauf, desto weiter laufen die drei Werte auseinander. Flächenheizung, Anteil der Nennleistung 10 K 7 K 5 K 70 °C 89 % 92 % 95 % 55 °C 57 % 60 % 62 % 45 °C 36 % 39 % 42 % 35 °C 15 % 19 % 22 % Raumtemperatur 20 °C, Rahmen = Nennleistung.
Je tiefer der Vorlauf, desto mehr entscheidet die Spreizung: bei 70 Grad trennt 10 von 5 Kelvin sechs Prozentpunkte, bei 35 Grad sind es sechs von fünfzehn.2

Damit steht und fällt die niedrige Vorlauftemperatur mit der Einregulierung. Ein Kreis, der zu viel Wasser bekommt, nimmt es einem anderen weg; der unterversorgte Raum wird nicht warm, und die übliche Reaktion ist, die Vorlauftemperatur anzuheben — womit der Vorteil aus der ersten Rechnung wieder weg ist. Genau das ist die Aufgabe des hydraulischer Abgleich Die Einstellung der Anlage, damit jeder Heizkörper genau die Wassermenge bekommt, die sein Raum braucht. Ohne ihn ist die Vorlauftemperatur immer so hoch wie der am schlechtesten versorgte Raum es verlangt. . Wie er abläuft und was er nachweist, steht bei der Anlagenoptimierung. Bei einer Flächenheizung ist er deshalb keine Nacharbeit, die man auch später machen kann, sondern der Teil der Auslegung, der über die Temperatur entscheidet.

Kühlen: die Bedingung, die selten mitgesagt wird

Eine Flächenheizung kann im Sommer kühlen, wenn der Erzeuger es hergibt. Daran hängt eine Bedingung, die den Boden schützt: Wird die Fläche kälter als der Taupunkt Die Temperatur, bei der die Luft ihre Feuchtigkeit nicht mehr halten kann und Wasser ausfällt. Beim Dämmen wandert dieser Punkt in die Konstruktion hinein, deshalb muss man ihn rechnen und nicht hoffen. der Raumluft, schlägt sich Feuchtigkeit auf dem Boden nieder. Deshalb gehört zu jeder Flächenkühlung eine Überwachung, die die Temperatur nach unten begrenzt.

Diese Grenze ist keine feste Zahl. Sie folgt aus Raumtemperatur und Luftfeuchte, sie ändert sich mit dem Wetter und an einem schwülen Julitag liegt sie deutlich höher als an einem trockenen. Deshalb wird sie gemessen und laufend nachgeführt, nicht einmal eingestellt: Ein Fühler an der kältesten Stelle des Kreises hebt die Vorlauftemperatur an, bevor Feuchtigkeit ausfällt. Ohne diesen Fühler ist Flächenkühlung kein Komfortgewinn, sondern ein Risiko für den Bodenbelag.

Zwei Folgen daraus, die vor der Entscheidung stehen. Erstens ersetzt Flächenkühlung den sommerlichen Wärmeschutz nicht: Sie nimmt Wärme aus dem Raum, aber sie kann nicht beliebig weit heruntergehen. Verschattung und nächtliches Lüften kommen zuerst. Zweitens ist die Kühlung im Wohngebäude keine eigene Fördermaßnahme: Kältetechnik zur Raumkühlung führt die Förderrichtlinie nur für Nichtwohngebäude. Gefördert wird im Wohngebäude die Wärmepumpe — ob sie auch kühlen kann, ist dafür weder Bedingung noch eigener Posten.4

Betrieb: Trägheit, Heizkurve, Entlüften

Eine Flächenheizung reagiert langsam. Die Masse, die sie erwärmt, ist der Fußboden selbst — das glättet Schwankungen, macht aber jede schnelle Regelung wirkungslos. Geregelt wird deshalb über die Heizkurve Die Regel, nach der die Anlage die Vorlauftemperatur aus der Außentemperatur ableitet: je kälter draußen, desto heißer das Wasser. Wie steil sie liegt, entscheidet über den Verbrauch bei jedem Wetter. , nicht über das kurzfristige Nachstellen einzelner Räume. Eine kräftige Nachtabsenkung nimmt der Fläche am Morgen mehr Zeit, als sie über Nacht spart.

Der häufigste Betriebsfehler ist Luft im Kreis: Ein einzelner Raum bleibt kühl, obwohl die Anlage läuft. Das Symptom ist dasselbe wie bei einem Kreis, der zu wenig Volumenstrom bekommt — deshalb wird zuerst entlüftet und danach abgeglichen, nicht umgekehrt. Wer die Reihenfolge tauscht, gleicht gegen eine Luftblase ab und stellt das Ergebnis fest.

Was den Betrieb dauerhaft trägt, ist Dokumentation: welcher Kreis welchen Raum versorgt, mit welcher Länge und welcher Einstellung am Verteiler. Ohne diese Aufnahme beginnt jede spätere Anpassung wieder mit dem Suchen — und bei einer Fläche, deren Rohre unter dem Estrich liegen, ist Suchen teuer.

Was du selbst machen kannst und was nicht

Bei den Vorarbeiten ist der Anteil, den du selbst übernehmen kannst, größer als bei fast jeder anderen Maßnahme am Haus: Boden räumen, alten Belag herausnehmen, Bauschutt entsorgen. Das sind Stunden, keine Fachfragen.

Bei der Anlage endet es früher. Auslegung, Druckprobe, Anschluss an den Erzeuger und die Einregulierung sind Leistungen, die im Nachweis auftauchen — für die Förderung ebenso wie für die Gewährleistung auf den Boden, der darüber liegt. Und wenn ein Kreis undicht wird, liegt er unter Estrich: Der Unterschied zwischen einer selbst verlegten und einer abgenommenen Fläche zeigt sich nicht beim Einbau, sondern acht Jahre später.

Ein Zwischenweg, der sich in der Praxis bewährt: Die Planung und die Abnahme kommen vom Fachbetrieb, die Vorarbeiten von dir. Was das für dein Haus konkret heißt, gehört in das Leistungsverzeichnis — sonst wird daraus im Streitfall eine Auslegungsfrage.

Was den Preis bestimmt

Bei einer Flächenheizung im Bestand liegt der Aufwand nicht in der Fläche. Er liegt in dem, was der vorhandene Boden verlangt: Estrich heraus oder nicht, Türen kürzen oder nicht, Dämmung nach unten ergänzen oder nicht, Decke ertüchtigen oder nicht.

Diese vier Posten unterscheiden sich von Haus zu Haus stärker, als ein Quadratmeterpreis abbilden kann — und sie sind es, die den Preis machen. Zwei Häuser mit derselben Wohnfläche liegen deshalb weit auseinander, ohne dass eines der beiden Angebote zu teuer wäre. Wer vergleichen will, vergleicht nicht den Preis je Quadratmeter, sondern welche dieser vier Posten das jeweilige Angebot enthält.

Was du stattdessen bekommst: die Aufnahme des Bodenaufbaus, die raumweise Heizlast, daraus die Auslegung — und ein Leistungsverzeichnis, gegen das mehrere Betriebe ein vergleichbares Angebot rechnen können. Vergleichbar ist der Punkt: Zwei Angebote auf dieselbe Fläche unterscheiden sich sonst vor allem darin, was sie stillschweigend weglassen.

Was hier gefördert wird

Der Einbau einer Flächenheizung ist keine eigene Fördermaßnahme. Er zählt zur Heizungsoptimierung und steht dort ausdrücklich in der Aufzählung: „der Einbau von Flächenheizungen, von Niedertemperaturheizkörpern“.4 Daran hängen Bedingungen, die nicht die Fläche betreffen, sondern die Anlage — und eine davon ist ein Fenster mit zwei Rändern:

Das Alter der Heizungsanlage auf einer Achse. Unter 2 Jahren wird die Heizungsoptimierung nicht gefördert. Zwischen 2 und 20 Jahren wird sie gefördert, und dazu zählt der Einbau einer Flächenheizung. Über 20 Jahren endet die Förderung bei fossil betriebenen Anlagen; dort wird der Wärmeerzeuger getauscht statt optimiert. Für eine Wärmepumpe gilt die obere Grenze nicht. Das Alter der Heizungsanlage auf einer Achse. Unter 2 Jahren wird die Heizungsoptimierung nicht gefördert. Zwischen 2 und 20 Jahren wird sie gefördert, und dazu zählt der Einbau einer Flächenheizung. Über 20 Jahren endet die Förderung bei fossil betriebenen Anlagen; dort wird der Wärmeerzeuger getauscht statt optimiert. Für eine Wärmepumpe gilt die obere Grenze nicht. Alter der vorhandenen Heizungsanlage 0 2 20 Jahre zu neu gefördert — hier zählt der Einbau einer Flächenheizung dazu Über 20 Jahren endet die Förderung nur bei fossil betriebenen Anlagen. Läuft dort schon eine Wärmepumpe, bleibt das Fenster offen — deshalb ist der Abschnitt rechts nicht geschlossen. Nicht förderfähig bleibt in jedem Fall der Wärmeerzeuger selbst: Sein Einbau ist eine eigene Maßnahme und nicht Teil der Heizungsoptimierung. Das Alter der Heizungsanlage auf einer Achse. Unter 2 Jahren wird die Heizungsoptimierung nicht gefördert. Zwischen 2 und 20 Jahren wird sie gefördert, und dazu zählt der Einbau einer Flächenheizung. Über 20 Jahren endet die Förderung bei fossil betriebenen Anlagen; dort wird der Wärmeerzeuger getauscht statt optimiert. Für eine Wärmepumpe gilt die obere Grenze nicht. Das Alter der Heizungsanlage auf einer Achse. Unter 2 Jahren wird die Heizungsoptimierung nicht gefördert. Zwischen 2 und 20 Jahren wird sie gefördert, und dazu zählt der Einbau einer Flächenheizung. Über 20 Jahren endet die Förderung bei fossil betriebenen Anlagen; dort wird der Wärmeerzeuger getauscht statt optimiert. Für eine Wärmepumpe gilt die obere Grenze nicht. Alter der Heizungsanlage 0 2 20 J. unter 2 Jahren nicht gefördert — die Anlage ist zu neu 2 bis 20 Jahre gefördert, samt Einbau einer Flächenheizung über 20 Jahre bei fossilem Betrieb nicht mehr — hier wird getauscht
Den Einbau einer Flächenheizung trägt die Heizungsoptimierung nur in einem Fenster: Die Anlage muss älter als zwei Jahre sein und, wenn sie fossil betrieben wird, jünger als zwanzig.4

Die untere Grenze liegt bei 2 Jahre, die obere bei 20 Jahre und gilt nur für fossil betriebene Anlagen. Dazu kommt die Gebäudegrenze: Bestandsgebäude mit höchstens fünf Wohneinheiten, bei Nichtwohngebäuden höchstens 1.000 Quadratmeter beheizte Fläche. Nicht förderfähig innerhalb der Heizungsoptimierung ist der Einbau oder Austausch von Wärmeerzeugern — der ist eine eigene Maßnahme mit eigenen Bedingungen.4

Der Vertrag, der bei der Antragstellung schon vorliegen muss

Der Antrag ist vor dem Vorhabenbeginn zu stellen, und als Vorhabenbeginn gilt der Abschluss des Liefer- oder Leistungsvertrags. Zugleich verlangt die Richtlinie, dass bei der Antragstellung bereits ein solcher Vertrag vorliegt — geschlossen unter der aufschiebenden oder auflösenden Bedingung der Förderzusage.4 Beides zusammen heißt: Der Vertrag mit dem Betrieb wird geschlossen, aber er steht unter dem Vorbehalt, dass die Förderung kommt. Ein unbedingter Auftrag vor dem Antrag kostet den Anspruch.

Planungs- und Beratungsleistungen dürfen vorher erbracht werden; sie gelten für sich genommen nicht als Vorhabenbeginn. Die Aufnahme des Bodenaufbaus und die Auslegung können also stattfinden, bevor der Antrag gestellt ist.4

Die geltenden Sätze und Höchstgrenzen stehen mit ihrem Stand bei den Fördermitteln.

Was vorher und was nachher kommt

Die Reihenfolge ist bei dieser Maßnahme ungewöhnlich streng, weil der Boden nur einmal offen ist. Vorher stehen die Hülle und die Rechnung: Jede Dämmmaßnahme senkt die Heizlast und verändert damit die Auslegung. Wer die Fläche vor der Hülle plant, legt sie auf einen Zustand aus, den es danach nicht mehr gibt.

Danach kommt die Einregulierung, und erst danach der Bodenbelag — jedenfalls dann, wenn der Estrich noch aushärtet und aufgeheizt werden muss. Der Termin dafür steht im Bauablauf und nicht im Ermessen; ein zu früh verlegter Belag ist der zweite Grund, warum ein Boden zweimal bezahlt wird.

Brauche ich für eine Wärmepumpe eine Fußbodenheizung?

Nein. Sie ist der bequemste Weg zu niedriger Vorlauftemperatur, aber nicht der einzige. Entscheidend ist, ob die Heizfläche im einzelnen Raum bei der Zieltemperatur genug abgibt — das erreichen größere Heizkörper in den kritischen Räumen ebenso, und meistens sind es nur wenige Räume, an denen es hängt.

Lässt sich eine Fußbodenheizung im Altbau nachrüsten?

In den meisten Häusern ja, aber nicht in jedem System. Es entscheidet der vorhandene Boden: verfügbare Aufbauhöhe, Tragfähigkeit der Decke, Dämmung nach unten. Aus diesen drei Größen folgt die Bauart — nass, trocken, dünnschichtig oder gefräst. Umgekehrt geht es nicht.

Geht das auch auf einer Holzbalkendecke?

Ja, in der Regel mit einem trockenen Aufbau, weil er leichter ist und niedriger aufträgt. Vorher gehören zwei Prüfungen dazu, die nichts mit der Heizung zu tun haben: die heutige Tragfähigkeit der Decke und der Zustand des Holzes. Beides beurteilt, wer die Decke öffnet.

Was bringt das Einfräsen in den vorhandenen Estrich?

Der Aufbau bleibt, wie er ist — Türen, Übergänge und Treppenantritt müssen nicht angefasst werden. Voraussetzung ist ein Estrich, der tragfähig und dick genug ist. Ob deiner das ist, ist eine Frage an dein Haus und wird vor Ort geprüft, nicht am Verfahren entschieden.

Kann ich mit der Fußbodenheizung im Sommer kühlen?

Wenn der Erzeuger es hergibt, ja — mit einer Begrenzung nach unten. Wird die Fläche kälter als der Taupunkt der Raumluft, fällt Feuchtigkeit auf dem Boden aus. Deshalb gehört eine Überwachung dazu. Und die Kühlfunktion ersetzt Verschattung und nächtliches Lüften nicht, sie ergänzt sie.

Warum wird mein Raum trotz laufender Heizung nicht warm?

Die zwei häufigsten Ursachen sehen gleich aus: Luft im Kreis oder zu wenig Volumenstrom. Deshalb wird zuerst entlüftet und danach abgeglichen — in der umgekehrten Reihenfolge gleichst du gegen eine Luftblase ab und schreibst das falsche Ergebnis fest.

Lohnt sich eine Nachtabsenkung?

Bei einer Flächenheizung selten. Die Masse, die sie erwärmt, ist der Fußboden — was nachts eingespart wird, muss am Morgen mit höherer Vorlauftemperatur wieder hereingeholt werden. Geregelt wird über die Heizkurve, nicht über die Uhr.

Wird der Einbau gefördert?

Er zählt zur Heizungsoptimierung und ist dort ausdrücklich genannt. Die Bedingungen betreffen die Anlage, nicht die Fläche: Sie muss älter als zwei Jahre und, wenn sie fossil betrieben wird, jünger als zwanzig sein, und das Gebäude darf höchstens fünf Wohneinheiten haben. Die geltenden Sätze stehen mit ihrem Stand unter Fördermittel.

Was kostet das?

Ein Quadratmeterpreis hilft bei dieser Maßnahme nicht weiter. Der Aufwand liegt im Bestand nicht in der Fläche, sondern in dem, was der vorhandene Boden verlangt — Estrich, Türen, Dämmung nach unten, Decke. Am Ende steht ein Leistungsverzeichnis, gegen das mehrere Betriebe vergleichbar rechnen.

Förderung

Was hier gefördert wird.

Ob diese Maßnahme gefördert wird, hängt am Bauteil, am erreichten Wert und am Zeitpunkt des Antrags. Was davon auf dein Haus zutrifft, prüfen wir vor der Beauftragung.

Keine Fördersätze und keine Beträge auf dieser Seite. Förderkulissen ändern sich, und eine veraltete Zahl ist schlechter als keine. Was sich nicht ändert, ist die Reihenfolge: Antrag vor Auftrag. Wer zuerst beauftragt und dann beantragt, verliert den Zuschuss.

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Wer diese Seite verantwortet

Robert Lammert

Geschäftsführer und Energieberater, zweiund50

  • Eintrag in der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes, dena
  • Wohngebäude: Energieberatung (EBW), Energieberatung DIN 18599, Effizienzhaus (BEG WG, mit Zusatzqualifikation Lebenszyklusanalyse), Einzelmaßnahmen (BEG EM)
  • Nichtwohngebäude: BEG NWG (mit Zusatzqualifikation Lebenszyklusanalyse), Einzelmaßnahmen (BEG EM)
  • Schornsteinfegermeister (Bachelor Professional)

Flächenheizung wird nach Raumlast, Kreisen und Temperatur geplant.

Zuletzt geprüft am 11. August 2026. Rechtsstand und Fördersätze ändern sich; jede Zahl auf dieser Seite trägt ihre Quelle und ihr Abrufdatum.

Quellen

  1. DIN EN 442-2:2015-03, Radiatoren und Konvektoren – Teil 2: Prüfverfahren und LeistungsangabeNormprüfbedingung 75/65/20 °C, Kennlinie und HeizkörperexponentAbgerufen 31.07.2026
  2. Recknagel · Sprenger · Schramek, Taschenbuch für Heizung und Klimatechnik, Auszug „Heizflächenauslegung bei Heizkörperheizungen“Zweite Heizkörpergleichung, logarithmische Übertemperatur, HeizkörperexponentAbgerufen 31.07.2026
  3. Gebäudemodernisierungsgesetz § 60c, Hydraulischer Abgleich und weitere Maßnahmen zur Heizungsoptimierung (bis Juli 2026: Gebäudeenergiegesetz)Abgerufen 31.07.2026
  4. Förderrichtlinie für die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) vom 17. Juli 2026Abgerufen 31.07.2026

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