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Photovoltaik

Stromspeicher: wonach sich die Größe richtet

Ein Speicher erzeugt nichts und verbraucht nichts — er verschiebt Strom in der Zeit. Wie weit er verschieben muss, steht in den Stunden, in denen dein Dach nichts liefert, und in deinem Verbrauch in genau diesen Stunden.

Ein Speicher erzeugt nichts und verbraucht nichts — er verschiebt Strom aus den Stunden mit Erzeugung in die Stunden ohne, und seine Größe folgt aus dieser Spanne.

Das Wichtigste zuerst

Die Größe eines Speichers folgt aus der Nacht, nicht aus der Anlage. An diesem Standort liefert ein Süddach an 10 Stunden des Tages nichts — von 21 Uhr bis 7 Uhr. In dieser Spanne trägt der Speicher allein, und wie viel er dort abgeben muss, steht in deinem Verbrauch. Die Leistung deiner Module sagt darüber nichts: Sie bestimmt, was in den Speicher hineingeht, nicht, was ihn leert.

Die Spanne, für die du einen Speicher kaufst

Ein Speicher erzeugt keinen Strom und verbraucht keinen. Er verschiebt ihn in der Zeit, und zwar über eine Strecke, die sich messen lässt: von der letzten Stunde, in der das Dach noch etwas liefert, bis zur ersten, in der es wieder anfängt. Alles, was er können muss, muss er in dieser Spanne können.

Für ein Süddach mit 35 ° Neigung an diesem Standort sind das 10 Stunden — von 21 Uhr bis 7 Uhr. In diesen Stunden kommen im ganzen Jahr 0,9 kWh/kWp zusammen1. Nicht die Anlage ist daran schwach, es ist die Tageslänge. Daran ändert weder die Ausrichtung des Daches etwas noch die Güte der Module.

Mittlere Erzeugung je Stunde des Tages für ein Süddach und ein Ost-West-Dach bei 35 Grad Neigung, in Kilowattstunden je Kilowatt-Peak und Jahr. Beide haben ihre stärkste Stunde um 13 Uhr: das Süddach mit 132,2, das Ost-West-Dach mit 94,0. Mindestens die Hälfte dieser Spitze erreicht das Süddach in 7 Stunden von 10 bis 17 Uhr, das Ost-West-Dach in 9 von 9 bis 18 Uhr. Zwischen 21 und 7 Uhr liefert das Süddach im ganzen Jahr 0,9 Kilowattstunden, das Ost-West-Dach zwischen 21 und 6 Uhr 0,4. Zwischen 17 und 21 Uhr sind es 103 gegenüber 119 Kilowattstunden. Mittlere Erzeugung je Stunde des Tages für ein Süddach und ein Ost-West-Dach bei 35 Grad Neigung, in Kilowattstunden je Kilowatt-Peak und Jahr. Beide haben ihre stärkste Stunde um 13 Uhr: das Süddach mit 132,2, das Ost-West-Dach mit 94,0. Mindestens die Hälfte dieser Spitze erreicht das Süddach in 7 Stunden von 10 bis 17 Uhr, das Ost-West-Dach in 9 von 9 bis 18 Uhr. Zwischen 21 und 7 Uhr liefert das Süddach im ganzen Jahr 0,9 Kilowattstunden, das Ost-West-Dach zwischen 21 und 6 Uhr 0,4. Zwischen 17 und 21 Uhr sind es 103 gegenüber 119 Kilowattstunden. Mittlere Erzeugung je Stunde, in kWh je kWp und Jahr — Neigung 35° halbe Tagesspitze 036912151821 Uhr Süd lädt in 7 Stunden Ost-West in 9 10 Stunden ohne Erzeugung: 21 bis 7 Uhr — im ganzen Jahr 0,9 kWh je kWp Mittlere Erzeugung je Stunde des Tages für ein Süddach und ein Ost-West-Dach bei 35 Grad Neigung, in Kilowattstunden je Kilowatt-Peak und Jahr. Beide haben ihre stärkste Stunde um 13 Uhr: das Süddach mit 132,2, das Ost-West-Dach mit 94,0. Mindestens die Hälfte dieser Spitze erreicht das Süddach in 7 Stunden von 10 bis 17 Uhr, das Ost-West-Dach in 9 von 9 bis 18 Uhr. Zwischen 21 und 7 Uhr liefert das Süddach im ganzen Jahr 0,9 Kilowattstunden, das Ost-West-Dach zwischen 21 und 6 Uhr 0,4. Zwischen 17 und 21 Uhr sind es 103 gegenüber 119 Kilowattstunden. Mittlere Erzeugung je Stunde des Tages für ein Süddach und ein Ost-West-Dach bei 35 Grad Neigung, in Kilowattstunden je Kilowatt-Peak und Jahr. Beide haben ihre stärkste Stunde um 13 Uhr: das Süddach mit 132,2, das Ost-West-Dach mit 94,0. Mindestens die Hälfte dieser Spitze erreicht das Süddach in 7 Stunden von 10 bis 17 Uhr, das Ost-West-Dach in 9 von 9 bis 18 Uhr. Zwischen 21 und 7 Uhr liefert das Süddach im ganzen Jahr 0,9 Kilowattstunden, das Ost-West-Dach zwischen 21 und 6 Uhr 0,4. Zwischen 17 und 21 Uhr sind es 103 gegenüber 119 Kilowattstunden. kWh je kWp und Jahr, je Stunde 061218 Uhr Süd lädt in 7 Stunden, Ost-West in 9. 10 Stunden ohne Erzeugung
Zehn Stunden am Tag liefert ein Süddach nichts — in dieser Spanne trägt allein der Speicher, und sie ist der einzige Grund für seine Größe.1

Die Zeichnung zeigt daneben die zweite Größe, die zum Speicher gehört und im Verkaufsgespräch selten vorkommt: das Fenster, in dem überhaupt geladen werden kann. Ein Süddach erreicht mindestens die halbe Tagesspitze an 7 Stunden, ein Ost-West-Dach an 9 Stunden. Das Ost-West-Dach bringt im Jahr weniger ein und hat trotzdem das längere Fenster — und den stärkeren Abend: zwischen 17 und 21 Uhr 119 kWh/kWp gegenüber 103 kWh/kWp.

Für die Auslegung heißt das: Zwei Häuser mit derselben Anlagenleistung, aber verschieden ausgerichteten Dächern lassen dem Speicher zwei verschieden große Lücken. Auf dem Ost-West-Dach ist der Abend zu einem größeren Teil schon durch die laufende Erzeugung gedeckt; der Speicher setzt später ein und muss weniger tragen. Nach jeder der gängigen Faustregeln bekämen beide Häuser denselben Speicher.

Was das Dach über den Tag insgesamt hergibt und warum die Ausrichtung mehr über die Nutzbarkeit sagt als über den Ertrag, steht auf Photovoltaik. Hier geht es nur um den Ausschnitt, den der Speicher füllt.

Woran die beiden Fenster gemessen sind

Beide Zahlen sind Auswertungen derselben Stundenreihe und hängen an einer offengelegten Schwelle. Als Ladefenster zählen die Stunden, deren Mittel mindestens 50 % der stärksten Stunde erreicht — darunter reicht der Überschuss neben einem laufenden Haushalt in der Regel nicht mehr für die Ladung. Als Spanne ohne Erzeugung zählen die Stunden unter einem Prozent der stärksten Stunde; nicht null, weil die Dämmerungsstunden im Vierjahresmittel Werte knapp darüber tragen, die keine Ladung sind.

Eine andere Schwelle ergäbe ein anderes Fenster. Deshalb steht sie als Zahl da und nicht als Wort.

Woraus die Größe folgt — und woraus nicht

Die bekannteste Auslegungsregel lautet: rund eine Kilowattstunde Speicher je Kilowatt-Peak Anlagenleistung. Daneben stehen zwei weitere, die etwas anderes sagen — ein Verhältnis von eins zu anderthalb bis zwei, und der Jahresverbrauch geteilt durch 365 Tage, mal einem Faktor für das Verbrauchsverhalten. Alle drei sind bequem, und alle drei haben denselben Bauformfehler.

Sie leiten die Kapazität aus der Erzeugung oder aus einer Jahressumme ab. Geleert wird der Speicher aber von dem, was verbraucht wird, während nichts erzeugt wird. In keiner der drei Regeln kommt diese Größe vor. Zwei Haushalte mit demselben Dach, derselben Anlage und demselben Jahresverbrauch bekommen dieselbe Empfehlung — auch wenn der eine abends kocht, lädt und wäscht und der andere um zehn schlafen geht.

Die Rechnung braucht deshalb zwei Kurven. Die Erzeugung deiner Dachflächen über den Tag, und deinen Verbrauch in Viertelstunden über möglichst ein volles Jahr. Erst ihre Überlagerung zeigt, wie viel Überschuss überhaupt entsteht und wie viel davon in der Spanne ohne Erzeugung wieder gebraucht wird. Was darüber hinausgeht, steht die meiste Zeit halb leer; was darunter bleibt, ist am frühen Abend erschöpft.

Drei Verbraucher verschieben diese Kurve so stark, dass sie vor der Speicherentscheidung feststehen müssen: eine Wärmepumpe, eine Wallbox und die Warmwasserbereitung, wenn sie steuerbar ist. Die ersten beiden sind zugleich die Fälle, in denen sich Verbrauch überhaupt in die Erzeugungsstunden legen lässt — dazu Wallbox und Wärmepumpe. Wie viel von der Erzeugung ohne Speicher schon im Haus bleibt, steht unter Eigenverbrauch.

Nennkapazität und nutzbare Kapazität sind zwei Zahlen

Auf dem Datenblatt steht in der Regel beides, und im Angebot oft nur eine. Die Nennkapazität ist der Energieinhalt der Zellen, die nutzbare Kapazität der Teil davon, den die Steuerung tatsächlich freigibt — ein Speicher wird weder vollständig entladen noch dauerhaft randvoll gehalten, weil beides ihn altern lässt.

Für die Auslegung zählt die nutzbare Kapazität, und zwar die, die nach Jahren noch garantiert ist. Wer zwei Angebote vergleicht, vergleicht deshalb dieselbe Zeile aus beiden Datenblättern und nicht die Zahl im Produktnamen.

Was ein Speicher nicht verschiebt

Eine Batterie überbrückt Stunden. Der Abstand zwischen Sommer und Winter ist keine Frage von Stunden, und deshalb löst ihn kein Speicher — gleich welcher Größe.

Dieselbe Fläche, die im Juni an einem mittleren Tag 4,16 kWh je Kilowatt-Peak liefert, liefert im Dezember noch 0,78 kWh1. Im Jahresmittel sind es 2,69 kWh.

Mittlere Tagesernte je Kilowatt-Peak in jedem Monat, für ein Süddach mit 35 Grad Neigung, in Kilowattstunden: Januar 0,92, Februar 1,72, März 2,78, April 3,85, Mai 4,01, Juni 4,16, Juli 3,94, August 3,64, September 3,17, Oktober 2,09, November 1,17, Dezember 0,78. Im Jahresmittel sind es 2,69. In 2 Monaten liegt die Tagesernte unter einer Kilowattstunde. Mittlere Tagesernte je Kilowatt-Peak in jedem Monat, für ein Süddach mit 35 Grad Neigung, in Kilowattstunden: Januar 0,92, Februar 1,72, März 2,78, April 3,85, Mai 4,01, Juni 4,16, Juli 3,94, August 3,64, September 3,17, Oktober 2,09, November 1,17, Dezember 0,78. Im Jahresmittel sind es 2,69. In 2 Monaten liegt die Tagesernte unter einer Kilowattstunde. Mittlere Tagesernte je Kilowatt-Peak, in Kilowattstunden — Süd, 35° 0,92 J 1,72 F 2,78 M 3,85 A 4,01 M 4,16 J 3,94 J 3,64 A 3,17 S 2,09 O 1,17 N 0,78 D Faustregel: 1 kWh je kWp In 2 Monaten liefert ein Kilowatt-Peak an einem mittleren Tag weniger, als diese Regel ihm an Kapazität zuordnet. Im Jahresmittel sind es 2,69. Mittlere Tagesernte je Kilowatt-Peak in jedem Monat, für ein Süddach mit 35 Grad Neigung, in Kilowattstunden: Januar 0,92, Februar 1,72, März 2,78, April 3,85, Mai 4,01, Juni 4,16, Juli 3,94, August 3,64, September 3,17, Oktober 2,09, November 1,17, Dezember 0,78. Im Jahresmittel sind es 2,69. In 2 Monaten liegt die Tagesernte unter einer Kilowattstunde. Mittlere Tagesernte je Kilowatt-Peak in jedem Monat, für ein Süddach mit 35 Grad Neigung, in Kilowattstunden: Januar 0,92, Februar 1,72, März 2,78, April 3,85, Mai 4,01, Juni 4,16, Juli 3,94, August 3,64, September 3,17, Oktober 2,09, November 1,17, Dezember 0,78. Im Jahresmittel sind es 2,69. In 2 Monaten liegt die Tagesernte unter einer Kilowattstunde. Tagesernte je kWp, in kWh J 0,92 F 1,72 M 2,78 A 3,85 M 4,01 J 4,16 J 3,94 A 3,64 S 3,17 O 2,09 N 1,17 D 0,78 Die gestrichelte Linie ist eine Kilowattstunde Speicher je kWp. 2 Monate liegen darunter.
An einem mittleren Dezembertag liefert ein Kilowatt-Peak 0,78 Kilowattstunden — weniger, als die verbreitete Faustregel demselben Kilowatt-Peak an Speicherkapazität zuordnet.1

Damit wird die Faustregel an ihrer eigenen Zahl prüfbar. Sie vergibt je Kilowatt-Peak eine Kilowattstunde Kapazität. In 2 Monaten des Jahres liefert dasselbe Kilowatt-Peak an einem mittleren Tag weniger als das — und zwar bevor irgendetwas davon im Haus direkt verbraucht wurde. Ein Speicher, der nach dieser Regel bemessen ist, wird in diesen Monaten an keinem mittleren Tag voll.

Gegen den Speicher spricht das nicht. Gegen die Erwartung, die im Winter an ihn gestellt wird, schon: Autarkiegrade werden als Jahreswerte genannt, und ein Jahreswert verschweigt genau die Monate, in denen Strom zugekauft wird. Wer über den Winter unabhängiger werden will, entscheidet über die Bezugsquelle der Wärme, nicht über die Kapazität der Batterie.

Drei Entscheidungen, die vor der Kapazität kommen

Die Kapazität ist die letzte Frage, nicht die erste. Davor liegen drei, die den Rahmen setzen — und zwei davon lassen sich später nur mit erheblichem Aufwand ändern.

  • Die Kopplung: Gleichstrom oder Wechselstrom. Ein gleichstromseitig gekoppelter Speicher hängt zwischen Modulen und Wechselrichter; er braucht einen Wechselrichter, der dafür gebaut ist, und beide werden zusammen geplant. Ein wechselstromseitig gekoppelter Speicher hängt hinter dem Wechselrichter im Hausnetz und bringt seinen eigenen mit. Der Unterschied entscheidet nicht über ein paar Prozent Wirkungsgrad, sondern darüber, ob ein vorhandenes Gerät bleiben kann.
  • Der Aufstellort. Temperatur, Untergrund, Belüftung, Abstände und Zugänglichkeit stehen im Datenblatt des einzelnen Geräts, und sie schließen Räume aus. Entschieden wird das am Bau und nicht am Produkt: Zuerst steht fest, welcher Raum die Bedingungen erfüllt, danach wird das Gerät gesucht — nicht umgekehrt. Ein Speicher, der in den einzigen dafür geeigneten Raum nicht hineinpasst oder dort nicht mehr gewartet werden kann, ist kein günstiger Speicher.
  • Netzausfall: gar nicht, Notstrom oder Ersatzstrom. Bei Netzausfall liefert ein Speicher nur dann weiter, wenn er dafür gebaut UND dafür angeschlossen ist. Notstrom versorgt eine eigens dafür verlegte Steckdose oder einen kleinen Kreis; Ersatzstrom trennt das Haus vom Netz und versorgt es weiter, und nur dabei kann die Anlage im Inselbetrieb nachladen. Beides verlangt eine eigene Umschalteinrichtung und eigene Leitungen. Nachträglich ist das die teuerste der drei Entscheidungen.

Die Reihenfolge ist kein Ordnungswunsch. Kopplung und Aufstellort begrenzen die Geräte, die überhaupt in Frage kommen; erst innerhalb dieser Menge ist die Kapazität eine freie Wahl.

Nachrüsten an einer Anlage, die schon läuft

Beim Nachrüsten ist die erste Frage nicht der Speicher, sondern der Wechselrichter, der schon da ist. Von ihm hängt ab, welche Kopplung möglich ist, ob ein zweites Gerät dazukommt und was die Sache am Ende kostet.

Drei Angaben klären das, und alle drei stehen auf dem Typenschild oder im Übergabeprotokoll: Typ und Baujahr, ob das Gerät für einen Gleichstromspeicher vorbereitet ist, und wie lange die Garantie noch läuft. Ein Wechselrichter, der ohnehin bald ersetzt werden muss, verändert die Rechnung vollständig — dann ist der Austausch keine Zusatzausgabe, sondern eine, die ohnehin ansteht.

Der zweite Punkt betrifft die Anlage als Ganzes: Ein nachgerüsteter Speicher ist keine Kleinigkeit am Rand, sondern eine neue Einheit im Register und eine Änderung an einer angemeldeten Anlage. Was daraus folgt, steht im nächsten Abschnitt.

Und ein dritter, der leicht übersehen wird: Wenn ohnehin am Zählerschrank gearbeitet wird, ist das der Zeitpunkt, an dem sich eine Wallbox oder eine spätere Wärmepumpe mitplanen lässt. Zweimal denselben Schrank zu öffnen ist teurer als einmal.

Anmelden — und wer anschließen darf

Ein Stromspeicher ist im Marktstammdatenregister eine eigene Einheit. Das steht nicht bei den Pflichten, sondern bei den Begriffen: Die Verordnung zählt den Stromspeicher ausdrücklich zu den Einheiten und meint damit jede technische Einrichtung zur Zwischenspeicherung von elektrischer Energie2. Und Betreiber müssen ihre Einheiten registrieren3.

Daran hängen drei Angaben, die in dieser Reihenfolge wichtig sind. Die Registrierung muss innerhalb eines Monats nach der Inbetriebnahme erfolgen3. Sie entfällt nur, wenn die Einheit weder unmittelbar noch mittelbar an ein Stromnetz angeschlossen ist oder werden soll — auf einen Hausspeicher hinter dem Zähler trifft das nicht zu. Und spätere Änderungen an den eingetragenen Daten sind ebenfalls innerhalb eines Monats nachzutragen4.

Der Anschluss selbst ist einem in das Installateurverzeichnis eingetragenen Unternehmen vorbehalten5. Dahinter steht keine Empfehlung und keine Frage der Gewährleistung, sondern die Bedingung dafür, dass hinter der Hausanschlusssicherung überhaupt gearbeitet werden darf.

Warum die Kette aus zwei Paragraphen besteht

Die Pflicht in § 5 spricht von „Einheiten“, nicht von Speichern. Dass der Speicher dazugehört, steht in § 2 — in den Begriffsbestimmungen. Wer nur die Pflichtnorm zitiert, zitiert die halbe Kette, und die Antwort auf die Frage „gilt das auch für einen nachgerüsteten Hausspeicher“ fehlt dann genau dort, wo sie steht.

Was den Preis bestimmt

Ein Preis je Kilowattstunde Kapazität ist die verbreitetste Angabe zum Thema und die am wenigsten brauchbare. Sie beschreibt das Gerät und lässt genau die Posten weg, die sich zwischen zwei Häusern am stärksten unterscheiden.

Am Preis eines eingebauten Speichers hängen sechs Dinge: die nutzbare Kapazität, die Kopplung, ob der vorhandene Wechselrichter bleiben kann, ob eine Netzersatzfunktion ausgeführt wird, der Weg vom Aufstellort zum Zählerschrank, und der Zustand dieses Zählerschranks. Die letzten drei stehen in keinem Datenblatt, und sie sind es, die zwei Angebote über dasselbe Gerät weit auseinandertreiben.

Vor dem Preis steht ohnehin eine andere Frage. Rechnen muss sich ein Speicher über den Abstand zwischen dem, was eine eingekaufte Kilowattstunde kostet, und dem, was eine eingespeiste einbringt. Die Einspeisung folgt dem anzulegenden Wert6, und der sinkt in festen Schritten — maßgeblich ist der Zeitpunkt der Inbetriebnahme7. Der Bezugspreis wiederum steht in deinem Liefervertrag und nicht in unserer Hand. Beide Größen gehören in die Rechnung, bevor über Kapazität gesprochen wird; welche Zahlen heute gelten, veröffentlicht die Bundesnetzagentur.

Was den Preis bei einer Photovoltaikanlage insgesamt bestimmt, steht auf Photovoltaik.

Was es an Förderung gibt — und was nicht

Für einen Hausspeicher gibt es bundesweit keinen Zuschuss. Was es gibt, sind zwei Steuerregeln und, je nach Wohnort, ein Programm des Landes oder der Kommune. Der Unterschied ist erheblich: Ein Steuersatz gilt, ohne dass jemand ihn beantragt; ein Zuschuss gilt nur, wenn er vor der Bestellung beantragt wurde.

Der Nullsteuersatz nennt den Speicher ausdrücklich. Das Umsatzsteuergesetz ermäßigt die Steuer auf null Prozent für die Lieferung von Solarmodulen einschließlich der wesentlichen Komponenten und der Speicher, die dazu dienen, den mit Solarmodulen erzeugten Strom zu speichern — und in einer eigenen Nummer auch für deren Installation8. Die Voraussetzung gilt als erfüllt, wenn die installierte Bruttoleistung der Photovoltaikanlage laut Marktstammdatenregister nicht mehr als 30 Kilowatt-Peak beträgt. Diese Grenze hängt an der Anlage, nicht an der Kapazität des Speichers.

Die Steuerfreiheit der Einnahmen nennt ihn nicht. Das Einkommensteuergesetz stellt Einnahmen und Entnahmen aus dem Betrieb von Photovoltaikanlagen bis zu bestimmten Leistungsgrenzen frei9. Der Speicher kommt dort nicht vor, und er muss es auch nicht: Er erzeugt keine Einnahmen. Zwei Gesetze, zwei Reichweiten — wer sie zusammenzieht, verspricht dem Speicher eine Regel, die der Anlage gilt.

In Nordrhein-Westfalen ist der Hausspeicher aus der Landesförderung heraus. In der geltenden Fassung des Programms progres.nrw – Klimaschutztechnik vom 30. Januar 2026, gültig ab 18. Februar 2026, kommt der Batteriespeicher nur noch in Nummer 6.1.2 vor — für Photovoltaik-Dachanlagen auf kommunalen Gebäuden. Antragsberechtigt sind dort nordrhein-westfälische Städte, Gemeinden und Kreise sowie deren Zusammenschlüsse und Zweckverbände10. Für ein Wohnhaus in Barntrup gibt es aus diesem Programm nichts. Die Richtlinie tritt mit Ablauf des 30. Juni 2027 außer Kraft; was danach kommt, steht noch nicht fest.

Bleiben die kommunalen Programme. Sie wechseln häufiger als die Landes- und Bundesregeln, und für alle gilt dieselbe Reihenfolge: Zuwendungen werden vor dem Maßnahmenbeginn beantragt, und als Maßnahmenbeginn zählt bereits die verbindliche Bestellung10 (Nummer 4.2). Wer erst bestellt und dann nach Förderung sucht, hat die Frage schon beantwortet.

Die Sätze, Höchstgrenzen und der Stand der Bundesförderung stehen gesammelt unter Förderung — an einer Stelle, damit sie an einer Stelle nachgezogen werden.

Was nach dem Einbau bleibt

Eine Speichergarantie beruht immer auf drei Größen, und erst zusammen sagen sie etwas aus: der Laufzeit in Jahren, der Restkapazität, die am Ende dieser Laufzeit noch garantiert wird, und einer Grenze für die Zyklen oder für den gesamten Energiedurchsatz. Welche der drei zuerst greift, entscheidet, was die Zusage wert ist.

Konkrete Werte stehen hier nicht, weil es sie nicht als allgemeine gibt: Sie stehen in den Garantiebedingungen des einzelnen Geräts, sie unterscheiden sich zwischen zwei Herstellern deutlich, und sie sind der Teil des Angebots, den ein Vergleich über den Preis je Kilowattstunde vollständig verschluckt. Beim Vergleich zweier Angebote werden deshalb diese drei Zeilen nebeneinandergelegt — und geprüft, ob die Restkapazität sich auf die nutzbare oder auf die Nennkapazität bezieht.

Im laufenden Betrieb bleibt wenig zu tun. Der Speicher braucht die Umgebungsbedingungen, für die er zugelassen ist, und die Software, die ihn steuert, braucht Aktualisierungen — beides gehört in die Übergabe und nicht in eine spätere Suche im Netz.

Und eine Pflicht bleibt: Ändert sich etwas an den eingetragenen Daten — Kapazität, Betreiber, Stilllegung —, ist das innerhalb eines Monats im Register nachzutragen4.

Wie groß sollte mein Stromspeicher sein?

So groß, wie dein Haus in den Stunden ohne Erzeugung braucht. An diesem Standort sind das bei einem Süddach 10 Stunden am Tag1. Was in dieser Spanne verbraucht wird, steht nicht in der Jahresabrechnung, sondern in einem Verbrauchsverlauf über den Tag — und der ist die einzige Eingangsgröße, die eine belastbare Kapazität ergibt.

Stimmt die Regel „eine Kilowattstunde Speicher je Kilowatt-Peak“?

Als Ausgangspunkt für ein Angebot ist sie brauchbar, als Dimensionierung nicht: Sie enthält den Verbrauch nicht, der den Speicher leert. Dazu kommt eine Probe, die sich am Standort rechnen lässt — in 2 Monaten des Jahres liefert ein Kilowatt-Peak an einem mittleren Tag weniger als eine Kilowattstunde, im Dezember sind es 0,78 kWh1.

Brauche ich einen AC- oder einen DC-gekoppelten Speicher?

Das entscheidet in aller Regel nicht der Speicher, sondern der Wechselrichter, der schon da ist. Bei einer neuen Anlage werden Speicher und Wechselrichter zusammen geplant, dann ist die gleichstromseitige Kopplung naheliegend. Bei einer bestehenden Anlage hängt es daran, ob das vorhandene Gerät dafür gebaut ist — ist es das nicht, kommt entweder ein eigener Batteriewechselrichter dazu oder der vorhandene wird getauscht.

Die Entscheidung ist damit eine Bestandsaufnahme und keine Produktfrage.

Muss ich einen Stromspeicher anmelden?

Ja. Der Stromspeicher ist im Marktstammdatenregister eine eigene Einheit2, und Betreiber müssen ihre Einheiten innerhalb eines Monats nach der Inbetriebnahme registrieren3. Das gilt auch für einen nachgerüsteten Speicher an einer längst angemeldeten Anlage.

Gibt es 2026 eine Förderung für Batteriespeicher?

Einen bundesweiten Zuschuss für Heimspeicher gibt es nicht. Der Nullsteuersatz auf Lieferung und Installation gilt für den Speicher ausdrücklich8. In Nordrhein-Westfalen kommt der Batteriespeicher in der geltenden Landesrichtlinie nur noch für kommunale Gebäude vor10; für ein Wohnhaus bleiben die kommunalen Programme, und die verlangen den Antrag vor der Bestellung.

Liefert mein Speicher bei Stromausfall weiter?

Nur, wenn er dafür gebaut und dafür angeschlossen ist. Beides muss zusammenkommen: ein Gerät mit der entsprechenden Funktion und eine Umschalteinrichtung mit eigenen Leitungen. Ein Speicher ohne diese Ausführung schaltet bei Netzausfall ab, auch wenn er voll ist — das ist keine Fehlfunktion, sondern Bedingung für den Netzanschluss.

Lohnt sich ein Speicher, wenn ich tagsüber zu Hause bin?

Dann eher weniger, und das ist eine gute Nachricht. Wer tagsüber verbraucht, nutzt die Erzeugung direkt — ohne die Verluste, die jede Ein- und Ausspeicherung kostet. Der Speicher lohnt sich in dem Maß, in dem Verbrauch und Erzeugung zeitlich auseinanderfallen; genau deshalb ist der Verbrauchsverlauf und nicht der Jahresverbrauch die Größe, die zählt.

Kann ich einen Speicher an eine alte Anlage nachrüsten?

In den meisten Fällen ja. Die Frage ist nicht ob, sondern zu welchem Preis — und die Antwort steht am vorhandenen Wechselrichter: Typ, Baujahr, Eignung für einen Gleichstromspeicher und Restgarantie. Steht ohnehin ein Austausch an, ändert das die Rechnung grundlegend.

Rechtlich ist die Nachrüstung kein Nachtrag: Der Speicher ist eine neue Einheit und wird innerhalb eines Monats registriert3.

Macht mich ein Speicher unabhängig vom Stromversorger?

Über einzelne Tage im Sommer kann das hinkommen, über das Jahr nicht. Eine Batterie überbrückt Stunden; der Abstand zwischen den Monaten ist um Größenordnungen größer als das, was sie tragen kann — im Juni liefert ein Kilowatt-Peak an einem mittleren Tag 4,16 kWh, im Dezember noch 0,78 kWh1. Autarkiegrade werden meist als Jahreswerte genannt und verschweigen damit genau die Monate, in denen zugekauft wird.

Wo darf der Speicher stehen?

In einem Raum, der die Bedingungen des Datenblatts erfüllt: Temperaturbereich, Untergrund, Belüftung, Abstände und Zugänglichkeit für spätere Arbeiten. Diese Bedingungen unterscheiden sich zwischen Geräten, und deshalb läuft die Auswahl in dieser Richtung — erst der Raum, dann das Gerät. Wer zuerst kauft, muss hinterher einen Raum dazu suchen.

Förderung

Was hier gefördert wird.

Ob diese Maßnahme gefördert wird, hängt am Bauteil, am erreichten Wert und am Zeitpunkt des Antrags. Was davon auf dein Haus zutrifft, prüfen wir vor der Beauftragung.

Keine Fördersätze und keine Beträge auf dieser Seite. Förderkulissen ändern sich, und eine veraltete Zahl ist schlechter als keine. Was sich nicht ändert, ist die Reihenfolge: Antrag vor Auftrag. Wer zuerst beauftragt und dann beantragt, verliert den Zuschuss.

Fördermittelberatung

Hängt zusammen mit

Das hängt mit anderem am Haus zusammen.

  • Wärmeerzeugung

    Der größte einzelne Verbraucher im Haus verschiebt den Tagesverlauf stärker als jede Speichergröße ihn ausgleichen kann.

  • Fördermittelberatung

    Sätze, Höchstgrenzen und der Stand der Programme stehen dort, damit sie an einer Stelle nachgezogen werden können.

Weiter im Thema

Wo du weiterliest.

Übersicht Photovoltaik Dort steht, wonach du entscheidest — und was die Reihenfolge mit dem Rest des Hauses macht.

Andere Wege zum selben Ziel. Was für dein Haus in Frage kommt, hängt am Bestand — nicht daran, was sich allgemein am besten liest.

  • Eigenverbrauch

    Was von der Erzeugung tatsächlich im Haus bleibt. Die Frage, an der Autarkiegrad und Wirtschaftlichkeit hängen — und die ohne Messung keine Zahl hat.

  • Solarpflicht

    Die Landespflicht im Einzelnen: was als vollständige Erneuerung gilt, welche Fläche zählt und wie die beiden Ausnahmetatbestände gerechnet werden.

  • Wallbox und Wärmepumpe

    Die Kopplung: Wärmepumpe und Wallbox sind die beiden großen Verbraucher, die sich auf die Erzeugung legen lassen. Planung statt Zubehör.

Wer diese Seite verantwortet

Robert Lammert

Geschäftsführer und Energieberater, zweiund50

  • Eintrag in der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes, dena
  • Wohngebäude: Energieberatung (EBW), Energieberatung DIN 18599, Effizienzhaus (BEG WG, mit Zusatzqualifikation Lebenszyklusanalyse), Einzelmaßnahmen (BEG EM)
  • Nichtwohngebäude: BEG NWG (mit Zusatzqualifikation Lebenszyklusanalyse), Einzelmaßnahmen (BEG EM)
  • Schornsteinfegermeister (Bachelor Professional)

Ein Speicher wird aus den Stunden ohne Erzeugung gerechnet, nicht aus der Leistung der Anlage.

Zuletzt geprüft am 11. August 2026. Rechtsstand und Fördersätze ändern sich; jede Zahl auf dieser Seite trägt ihre Quelle und ihr Abrufdatum.

Quellen

  1. PVGIS, Gemeinsame Forschungsstelle (JRC) der Europäischen KommissionPVGIS 5.3, API v5_3, Abruf für Barntrup, PLZ 32683, 51.9925° N / 9.1147° O. Jahres- und Monatswerte aus dem Zeitraum 2005 bis 2023, Tagesgang aus der Stundenreihe (seriescalc) 2020 bis 2023; die Zusammenfassung nach Tageszeit ist eine eigene Auswertung. PVGIS wird von der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) der Europäischen Kommission betrieben; die Daten sind frei zugänglich und nachnutzbar.Abgerufen 01.08.2026
  2. Marktstammdatenregisterverordnung § 2, BegriffsbestimmungenAbgerufen 11.08.2026
  3. Marktstammdatenregisterverordnung § 5, Registrierung von Einheiten und von EEG- und KWK-AnlagenAbgerufen 11.08.2026
  4. Marktstammdatenregisterverordnung § 7, Registrierung von ÄnderungenAbgerufen 11.08.2026
  5. Niederspannungsanschlussverordnung § 13, Elektrische AnlageAbgerufen 01.08.2026
  6. Erneuerbare-Energien-Gesetz § 48, Solare StrahlungsenergieAbgerufen 01.08.2026
  7. Erneuerbare-Energien-Gesetz § 49, Absenkung der anzulegenden Werte für Strom aus solarer StrahlungsenergieAbgerufen 01.08.2026
  8. Umsatzsteuergesetz § 12 Absatz 3, Steuersatz Null für die Lieferung und Installation von PhotovoltaikanlagenAbgerufen 11.08.2026
  9. Einkommensteuergesetz § 3 Nummer 72, Steuerfreiheit von Einnahmen und Entnahmen aus PhotovoltaikanlagenAbgerufen 01.08.2026
  10. Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen aus dem Programm für Rationelle Energieverwendung, Regenerative Energien und Energiesparen (progres.nrw) – Programmbereich Klimaschutztechnik vom 30. Januar 2026Abgerufen 11.08.2026

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